Blick in den Plenarsaal des Europaparlaments in Straßburg. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Baden-Württemberger geben ihre Stimmen ab Was Sie zur Europawahl wissen müssen

Am 26. Mai 2019 ist Wahltag: Die Baden-Württemberger und alle EU-Bürger werden dazu aufgerufen, die zweitgrößte Demokratie der Welt zu wählen.

8,5 Millionen Wahlberechtigte aus Baden-Württemberg haben nach fünf Jahren zum neunten Mal die Möglichkeit, das Europaparlament zu wählen. In Baden-Württemberg ist diese Wahl mit der Kommunalwahl gekoppelt - das soll unter anderem die Wahlbeteiligung erhöhen.

Ein Rückblick: So war die Wahl 2014

2014 lag die Wahlbeteiligung bei 52,1 Prozent. Das war höher als im bundes- und europaweiten Durschnitt: In Deutschland lag sie bei 48,1 Prozent, in ganz Europa nur bei 42,6 Prozent.

Konservativer, aber auch bunter

Im Wahljahr 2014 legten in Europa rechtsorientierte und populistische Parteien zu. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg beschrieb den Trend damals innerhalb des Parlaments als "deutlich konservativer und europaskeptischer aber auch bunter". Neben den Traditionsparteien erzielten auch die Freien Wähler, die Piraten, die Tierschutzpartei, die ÖDP, die NPD, Die Familie und Die Partei Sitze im Europaparlament.

Wer sitzt (noch) im EU-Parlament?

Zwölf baden-württembergische Politiker wurden 2014 ins EU-Parlament gewählt - einer rückte später nach. Nicht alle von ihnen treten in diesem Jahr wieder an.

Europawahlen 2019 Diese BW-Politiker sitzen seit 2014 im EU-Parlament

Porträt von Rainer Wieland (Foto: Rainer Wieland/Felix Kindermann)
TRITT WIEDER AN: Rainer Wieland ist aktueller Vizepräsident des Europäischen Parlaments und steht 2019 an Platz eins der Landesliste der baden-württembergischen CDU. Rainer Wieland/Felix Kindermann Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Daniel Caspary vertritt den Regierungsbezirk Karlsruhe und ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Pressestelle Daniel Caspary Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Andreas Schwab ist Spitzenkandidat der CDU Südbaden für die Europawahl. Picture Alliance (Archiv) Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Norbert Lins wurde von der CDU Württemberg-Hohenzollern als Spitzenkandidat nominiert. Pressestelle Norbert Lins Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Inge Gräßle (CDU) ist Landesvorsitzende der Frauen Union und Bewerberin für den fünften Listenplatz der Landesliste zur Europawahl. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Evelyne Gebhardt feiert 2019 ein "Jubiläumsjahr": Vor 25 Jahren wurde sie erstmals ins Europäische Parlament gewählt. Seit 2017 amtiert die gebürtige Französin als dessen Vizepräsidentin. Foto: Marijan Murat/dpa Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Peter Simon ist gemeinsam mit seiner Kollegin Evelyne Gebhardt zum Spitzenduo der SPD Baden-Württemberg gewählt worden. (Archiv) Bild in Detailansicht öffnen
TRITT NICHT MEHR AN: Maria Heubuch (Güne) ist nicht mehr für einen Listenplatz nominiert worden. Somit wird sie nach der kommenden Europawahl nicht mehr im Parlament sitzen. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
TRITT NICHT MEHR AN: Michael Theurer ist - anders als noch in 2014 - nicht mehr Spitzenkandidat. Der Parteichef der baden-württembergischen FDP lässt Andreas Glück den Vortritt. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
KANDIDATUR UNKLAR: Bernd Kölmel wurde 2014 als AfD-Politiker ins Europäische Parlament gewählt, bereits 2015 verließ er die AfD - und wurde Gründungsmitglied der Partei ALFA, die sich im November 2016 in Liberal-Konservative Reformer (LKR) umbenannte. (Archiv) Bild in Detailansicht öffnen
TRITT NICHT MEHR AN: Joachim Starbatty ist seit 2014 Mitglied im EU-Parlament. Damals war er AfD-Politiker, wechselte aber zur LKR (ehemals ALFA). Heute ist er parteilos und wird nicht mehr zur Wahl antreten. (Archiv) Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Reinhard Bütikofer, Europaabgeordneter und Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei (EGP). Pressestelle CC-BY Bütikhofer Bild in Detailansicht öffnen
TRITT WIEDER AN: Jörg Meuthen wird seine Partei in den Europawahlkampf führen. Der AfD-Chef und Europaabgeordnete war 2017 für Beatrix von Storch in das EU-Parlament nachgerückt. picture alliance/Matthias Balk/dpa Bild in Detailansicht öffnen

Wer darf 2019 wählen – und was wählen wir eigentlich?

Die Wahl zum Europäischen Parlament erfolgt seit 1979 alle fünf Jahre. Sie funktioniert nicht nach einem einheitlichen europäischen Wahlrecht, sondern nach nationalen Wahlgesetzen. Das Europawahlgesetz und die Europawahlordnung regeln das Wahlverfahren in Deutschland. Die gesamte EU verbindet jedoch ein grundlegendes Wahlprinzip:

"Die Wahl muss allgemein, frei, direkt und geheim sein."

Wahlgrundsatz des Europäischen Parlaments

Wählen ab 18 möglich

Wählen darf jeder EU-Bürger ab 18 Jahren im Land seines Wohnsitzes. Jede Person hat genau eine Stimme. Die Abgeordneten werden nach dem System der reinen Verhältniswahl über Listen der zugelassenen Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen gewählt. Einzelne Politiker können nicht gewählt werden.

Dauer
STAND