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Rund drei Millionen Rheinland-Pfälzer sind am 26. September 2021 aufgerufen, zwei Kreuzchen zu machen. Wir fassen das Wichtigste zur Bundestagswahl aus Landes-Sicht zusammen.

15 Wahlkreise in Rheinland-Pfalz

Von den 299 Wahlkreisen in Deutschland befinden sich 15 in Rheinland-Pfalz. Eingeteilt sind sie in:

  • Neuwied
  • Ahrweiler
  • Koblenz
  • Mosel/Rhein-Hunsrück
  • Kreuznach
  • Bitburg
  • Trier
  • Montabaur
  • Mainz
  • Worms
  • Ludwigshafen/Frankenthal
  • Neustadt - Speyer
  • Kaiserslautern
  • Pirmasens
  • Südpfalz.

In den kommenden Wochen werden die einzelnen Wahlkreise in unserem Wahlkreischeck genauer vorgestellt.

Direktkandidatinnen und -kandidaten aus RLP

Die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten aus Rheinland-Pfalz stehen fest. Die CDU hat die Landesvorsitzende und Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, auf Listenplatz 1 gewählt. Bei der Landes-SPD ist der Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler Spitzenkandidat. Bei der AfD wurde der Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier auf Platz 1 gewählt. Die FDP hat Generalsekretär Volker Wissing zu ihrem Spitzenkandidaten bestimmt. Bei den Linken geht der Bundestagsabgeordnete Alexander Ulrich als Spitzenkandidat in die Wahl. Bei den Grünen führt die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner die Landesliste an.

Alle Direktkandidatinnen und -kandidaten aus Rheinland-Pfalz für die Bundestagswahl werden im SWR Kandidatencheck hier in den kommenden Wochen vorgestellt.

Bundesweit haben CDU und CSU Armin Laschet, den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, zu ihrem Spitzenkandidaten gewählt. Die SPD bestimmte den derzeitigen Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten. Bei den Grünen tritt die Parteivorsitzende Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin an. Die FDP hat Christian Lindner zum Spitzenkandidaten gewählt. Bei der AfD bilden Alice Weidel und Tino Chrupalla das Spitzenduo. Auch die Linke tritt mit einem Duo an - nämlich mit Janine Wissler und Dietmar Bartsch.

Wie viele Parteien und Vereinigungen stehen zur Wahl?

An der Bundestagswahl können, Stand 9. Juli, 53 Parteien und Vereinigungen teilnehmen. Das hat der Bundeswahlausschuss entschieden.

Wahlscheine und Briefwahl

Um schon vor dem eigentlichen Wahltag seine Stimme abgeben zu können, braucht ein Wähler einen Wahlschein. Damit können die Briefwahlunterlagen beantragt werden. Ausgestellt werden die Wahlscheine ab dem 3. August. Frühestens zwei Tage später beginnt der Druck der Stimmzettel. Das bedeutet, dass eine Stimmabgabe zum Teil bereits im August möglich ist. Ausgezählt werden diese Stimmen aber erst nach Schließung der Wahllokale am Wahl-Sonntag.

Der Wahltag und weitere Termine

Der 20. Deutsche Bundestag wird am 26. September 2021 gewählt. Von 8 bis 18 Uhr ist eine Stimmabgabe vor Ort im Wahllokal möglich - schon vorher ist, wie oben beschrieben, die Stimmabgabe auch per Briefwahl eine Möglichkeit. Mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr wird die Prognose veröffentlicht. 15 bis 30 Minuten später kommt die erste Hochrechnung. Gleichzeitig läuft die Stimmauszählung. In der Nacht zum Montag bzw. im Tagesverlauf gibt der Bundeswahlleiter das vorläufige Ergebnis bekannt. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt das amtliche Endergebnis.

Spätestens 30 Tage nach der Wahl, am 26. Oktober 2021, findet die konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestages statt.

Einen weiteren Monat später - am 26. November 2021 - endet die Frist für mögliche Einsprüche gegen die Gültigkeit der Wahl. Einen solchen Einspruch können alle Wahlberechtigten erheben, aber auch die Landeswahlleiter, der Bundeswahlleiter oder der Präsident beziehungsweise die Präsidentin des Bundestages.

Wahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers

Ein genauer Zeitpunkt dafür ist im Grundgesetz nicht festgeschrieben. Die amtierende Kanzlerin oder der Kanzler (oder ein stellvertretender Bundesminister) sind auf Ersuchen des Bundespräsidenten verpflichtet, die Amtsgeschäfte so lange weiterzuführen, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ernannt ist (GG, Artikel 69, Absatz drei). Nach der Bundestagswahl 2017 hat es mehr als vier Monate gedauert, bis Angela Merkel (CDU) am 14. März 2018 vom Bundestag erneut zur Bundeskanzlerin gewählt wurde.

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