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Trotz Corona-Pandemie ist der Klimaschutz nicht aus dem Bewusstsein der politisch Handelnden verschwunden. In Reutlingen und Tübingen will man eigene Akzente setzen und investiert kräftig.

Neues Reutlinger Wohngebiet  (Foto: SWR)
Neues Reutlinger Wohngebiet entsteht: das Blue Village.

An der B28 entsteht gerade ein neues Reutlinger Wohngebiet: Das Blue Village bietet 340 Wohnungen für rund 1.200 Personen, ganz nah an der Innenstadt. Für Baubürgermeisterin Ulrike Hotz ist das Blue Village ein wichtiger Stein beim Umbau Reutlingens zu einer klimaneutralen Stadt.

"Es ist ein Baugebiet nach dem Motto "Stadt der kurzen Wege". Man kann hier alles fußläufig erreichen. Es gibt Einkaufsmöglichkeiten, Bushaltestellen. Wenn man hier wohnt, braucht man selten das Auto."

Ulrike Hotz, Baubürgermeisterin Reutlingen

Ausbau der Fernwärme

Mehr Bus- und Radverkehr soll die Luft in Reutlingen verbessern. Zum Klimaschutzprogramm gehört auch der Ausbau der Fernwärme. Nicht nur Neubaugebiete wie das Blue Village hängen am klimaschonenden Fernwärmenetz. Sogar ein Teil der historischen Altstadt ist schon angeschlossen. Die Stadt ist außerdem eine Kooperation mit der Hochschule Reutlingen eingegangen, um das Thema Klimaschutz voranzubringen.

Vorteile der Blockheizkraftwerke

Wie Reutlingen setzt auch Tübingen auf den Ausbau der Fernwärme und mehr Blockheizkraftwerke. Im Keller des Tübinger Rathauses steht solch ein Gerät. Für Bernd Schott, Klimabeauftragter der Stadt, hat das Blockheizkraftwerk enorme Vorteile. Es deckt den gesamten Strombedarf der Verwaltung und 75 Prozent des Wärmebedarfs des Gebäudes.

"Wir haben hier ein Minifernwärmenetz. Die Energie wird über mehrere Häuser verteilt. Der Vorteil ist: ich mache Strom und Wärme gleichzeitig. Das ist sehr effizient."

Bernd Schott, Klimabeauftragter der Stadt Tübingen

Stadtwerke beteiligen sich an Windparks

Neben dem Ausbau der Fernwärme, mehr Busse und Radwege setzt Tübingen auch auf weiteren Strom aus erneuerbaren Energien. Auf möglichste viele Dächer sollen Solaranlagen. Schon jetzt unterstützen die Stadtwerke den Ausbau der Windenergie und beteiligen sich an mehreren Windparks.

Klimapaket verabschiedet

Zudem steht Stromsparen auf der Prioritätenlisten ganz oben. Kürzlich hat der Gemeinderat ein dickes Klimapaket verabschiedet, mit dem Ziel: Klimaneutralität bis 2030. Bernd Schott hofft dabei auf die Mithilfe der Tübinger Bürgerinnen und Bürger. Trotz Coronakrise: die Städte Tübingen und Reutlingen haben sich auf den Weg gemacht, mit verschiedensten Programmen dem Klimawandel zu trotzen.

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