Wahl am 26. Mai Was passiert nach der Europawahl?

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Am 26. Mai können die Deutschen ein neues EU-Parlament wählen. Spannend ist dabei nicht nur das Ergebnis - sondern auch, wie anschließend die neuen Fraktionen aussehen.

Am 2. Juli geht es los, dann trifft sich das neugewählte Europaparlament zum ersten Mal, zu seiner konstituierenden Sitzung. Es werden insgesamt 751 Abgeordnete im Parlament sitzen - sollten die Briten nicht mehr dabei sein sind es 705 Abgeordnete.

Gibt es einen Schulterschluss der Rechtspopulisten?

Spannend wird sein, ob sich andere Fraktionen bilden als bisher - was bei den Europakritikern und Rechtspopulisten als ziemlich wahrscheinlich gilt, die aktuell auf drei Fraktionen verteilt sind. Es deutet viel darauf hin, dass es nach der Wahl nur noch zwei sein werden.

Auch neue Parteien tun sich mit gleichgesinnten Partnern aus anderen Ländern zusammen. Die "La République en Marche"-Bewegung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Beispiel will sich ALDE anschließen, der Gruppe der Liberalen, zu der auch die deutsche FDP gehört.

Parlament wählt neuen Präsidenten der EU-Kommission

Das Parlament wählt dann den neuen Präsidenten der EU-Kommission. Der Kandidat oder die Kandidatin wird von den Staats- und Regierungschefs vorgeschlagen. Das Parlament besteht allerdings darauf, dass der oder diejenige vorher Spitzenkandidat gewesen sein muss, wie zum Beispiel Manfred Weber von der CSU, der für die Europäische Volkspartei EVP antritt.

Die Abgeordneten grillen auch die  Bewerber für die Kommissars-Posten und können einzelne Kandidaten ablehnen. Am 1. November fängt die neue Kommission dann mit ihrer Arbeit an.

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