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Wahl der Bundestagsvizepräsidenten AfD-Kandidat Glaser durchgefallen

In der ersten Sitzung des neuen Bundestags wurden auch die Stellvertreter für den neuen Bundestagspräsidenten Schäuble gewählt. Der umstrittene AfD-Politiker Glaser ist dabei drei Mal durchgefallen.

Bei der Wahl des Vizepräsidenten des Bundestages ist wie erwartet AfD-Kandidat Albrecht Glaser in allen drei Wahlgängen durchgefallen. 114 Abgeordnete stimmten im dritten Wahlgang für den 75-Jährigen, 545 gegen ihn, 26 Abgeordnete enthielten sich.

Empfehlungen gegen Glaser

Es galt schon zuvor als unwahrscheinlich, dass Glaser die erforderliche Mehrheit – also 355 von 709 Stimmen – bekommt. Politiker aller anderen Fraktionen wollten den AfD-Kandidaten durchfallen lassen.

Die Nominierung Glasers, der den Islam wiederholt als politische Ideologie bezeichnet und die Religionsfreiheit für Muslime in Frage gestellt hatte, war bei den anderen Parteien bereits im Vorfeld der Sitzung auf Widerstand gestoßen.

Dagegen haben alle anderen Parteien ihre Kandidaten durchgebracht. Das sind:
Hans-Peter Friedrich (CSU), Thomas Oppermann (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Claudia Roth (Grüne) und Petra Pau (Linke).

Nächster Anlauf ist Ende November möglich

Nachdem auch der dritte Wahlgang für den AfD-Kandidaten Glaser gescheitert war, beendete Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) die Sitzung. Die AfD hat nun die Möglichkeit in der nächsten Sitzung einen neuen Anlauf zur Wahl eines Vizepräsidenten zu starten. Schäuble kündigte an, dass der Bundestag Ende November wieder zusammenkommen werde. Ein genauer Termin ist noch offen.