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Gastronomen müssen künftig bei To-Go-Angeboten ein Mehrwegangebot machen: Egal ob bei Getränken oder Essen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will die Recyling-Quoten erhöhen und die Umwelt vor Plastikabfall schützen. Eine der Maßnahmen: Wer ab 2023 Kaffee oder Speisen zum Mitnehmen verkauft, muss auch eine Mehrwegvariante anbieten. Dabei darf Mehrweg nicht teurer sein als Einweg.

To-Go-Becher werden zwar nicht verboten, aber es muss auch eine Alternative geben. Ausgenommen davon sind nur kleine Läden mit weniger als 80 Quadratmetern Fläche und maximal fünf Mitarbeitern - zum Beispiel Imbisse und Kioske.

"Essen zum Mitnehmen gehört für immer mehr Menschen zum Alltag dazu. Die Kehrseite ist ein wachsender Müllberg in vielen Haushalten. Das muss nicht so bleiben."

Umweltministerin Svenja Schulze

Pfandpflicht für Einweg-Plastikflaschen

Zudem will Schulze bei Pfandpflicht für Plastikflaschen Ausnahmen streichen. Bislang können etwa Energydrinks, Fruchtsäfte ohne Kohlensäure oder alkoholische Mischgetränke immer noch in Einwegflaschen ohne Pfand verkauft werden. Für Milchgetränke wird es aber erst mal weiter Sonderregelungen geben. Hier ist eine Übergangsfrist bis 2024 geplant.

Amazon und Ebay sollen zahlen

Auch im Online-Handel soll es Änderungen geben. Händler, die etwa über Amazon oder Ebay Plastik als Verpackung in Verkehr bringen, müssen sich an einem Rücknahmesystem finanziell beteiligen.

Das Verpackungsgesetz wurde zuletzt im November verschärft - mit dem Verbot der meisten Einkaufstüten aus Plastik ab dem Jahr 2022. Der jetzige Gesetzentwurf soll noch vor dem Sommer vom Bundestag verabschiedet werden.

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