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Verbraucherumfrage von foodwatch Lebensmittel sind schlecht gekennzeichnet

Wie steht es um die Qualität von Lebensmitteln? Bei dieser wichtigen Frage fühlen sich die meisten Verbraucher alleine gelassen. Die bisherige Kennzeichnung hilft nicht.

Es ist schwierig, die Produktqualität eines Lebensmittels am Etikett zu erkennen! Dieser Aussage stimmen drei Viertel der Verbraucher in einer repräsentativen Umfrage zu, die von der Verbraucherorganisation foodwatch beauftragt wurde.

Nur ein Drittel der Befragten traut den Informationen der Hersteller. Die größte Glaubwürdigkeit (76 Prozent) genießen die Lebensmittelkontrolleure. Die Glaubwürdigkeit von Test- und Prüforganisationen sowie von Verwandten und Bekannten liegt bei mehr als 70 Prozent.

Die Schrift ist zu klein


Das Forschungsinstitut TNS Emnid hat repräsentativ 1.000 Bundesbürger befragt.

Die häufigsten Kritikpunkte: Die wichtigsten Informationen fehlen oder sind viel zu klein aufgedruckt. Fast 90 Prozent der älteren Menschen haben sich darüber schon einmal geärgert.

Am häufigsten wünschen sich die Befragten, dass die Herkunft zumindest der wichtigsten Zutaten klar erkennbar ist. Das halten neun von zehn der Befragten für wichtig. Eine solche Kennzeichnung fehlt auf vielen Lebensmitteln, da sie nicht verpflichtend vorgeschrieben ist.

Was sind "natürliche Aromen"?

"Alle reden vom mündigen Verbraucher, doch weder Hersteller noch Gesetzgeber geben uns die Informationen an die Hand, die uns Verbraucher erst mündig machen würden", sagt foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.

Verbraucher gewöhnen sich aber offenbar auch an die Regeln der Lebensmitteldeklaration. Sieben von zehn halten es demnach für in Ordnung, wenn Frucht-Aromen aus Holz und Pilzkulturen als "natürliche" Aromen bezeichnet werden.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit