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Nach den schweren Unwettern in Norditalien und Südfrankreich gehen die Aufräumarbeiten vielerorts weiter. Nach vorläufigen Zählungen fanden die Behörden im Nordwesten Italiens mindestens acht Tote, darunter vermutlich mehrere Franzosen.

Bei den Unwettern wurden zahlreiche Häuser im Hinterland der französischen Côte d'Azur und in der italienischen Region Piemont von den Wassermassen weggerissen, Brücken stürzten ein, Straßen wurden überflutet.

Fünf Leichen angespült

In Ligurien, das an Frankreich grenzt, waren am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa an der Küste und an einem Fluss fünf Leichen angespült worden. Die Behörden in Sanremo äußerten die Vermutung, dass es sich um Vermisste aus Frankreich handeln könnte. Die Identifizierung der Toten laufe noch.

Die Feuerwehr meldete zudem am Sonntagabend auf Twitter, man habe am Alpenpass Colle di Tenda die Leiche eines französischen Hirten gefunden, der vermisst worden war.

Im nahen Ort Limone Piemonte in der italienischen Provinz Cuneo (Piemont) hatte das Unwetter seit Freitagabend besonders schlimm gewütet. Ebenfalls in der Region Piemont war bei Vercelli ein 36-jähriger Autofahrer auf einer kaputten Straße vom Flusswasser weggerissen worden und gestorben. Außerdem war ein 53-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann aus der Gemeinde Arnad im Aostatal bei einer Rettungsaktion umgekommen.

Auch in der Bretagne kam es am Wochenende zu Unwettern.

Piemont: Bergretter finden vermisste deutsche Wanderer nach Bergrutsch

Die Behörden in Piemont meldeten zeitweise bis zu 20 vermisste Menschen, darunter eine deutsche Trekkinggruppe. Die Wanderer hatten sich nicht wie verabredet bei einem Hotelier gemeldet, der sie nach einer mehrtägigen Tour bei Terme di Valdieri abholen sollte, meldete die Deutsche Presse-Agentur. Bergretter hätten die Wanderer auf einer Hütte gefunden.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, es handle sich um zwei Deutsche und ihre in Italien lebenden Enkel. Nach Angaben der Behörden seien sie zusammen mit 17 weiteren Menschen in Sicherheit gebracht worden. Französische Feuerwehrleute sagten, die Gruppe sei am Freitagabend in der Nähe eines Tunnels von zwei Erdrutschen auf der Straße blockiert worden. Sie habe im alten Bahnhof von Viévola Unterschlupf gefunden und sei von dort am Samstag mit Hubschraubern nach Italien gebracht worden.

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