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Unverträgliche Lebensmittel Allergie am Frühstückstisch

Weit häufiger verbreitet als Lebensmittel-Allergien sind Lebensmittel-Unverträglichkeiten: Ein knackiges Müsli mit Getreideflocken, Nüssen und Milch kann ins Krankenhaus führen.

Ein Junge mit einer lustigen Brille isst Müsli

Lebensmittel-Allergien und -Unverträglichkeiten bestimmen den Alltag

Lebensmittel-Allergien sind weniger weit verbreitet als angenommen und bei Erwachsenen und Kindern unterschiedlich ausgeprägt. So leiden in Deutschland nur ein bis zwei Prozent der Erwachsenen und sechs Prozent der Kinder an Lebensmittelallergien.

Am häufigsten sind Kreuzallergien. Die entstehen, weil sich die Allergene ähnlich sind. Wer beispielsweise Äpfel nicht verträgt, verträgt meist auch keine Nüsse und reagiert außerdem auch auf Birkenpollen. Beim Kontakt mit diesen Nahrungsmitteln treten sofort lokale Beschwerden auf wie Juckreiz, Atembeschwerden - im Extremfall droht sogar ein lebensbedrohlicher allergischer Schock.

Weit verbreitet: Lebensmittel-Intoleranz

Montage: Fangfrische Doraden; Brombeer-Rispe; Walnüsse

Viele Lebensmittel sind Ursache für Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten

Weit häufiger verbreitet als Lebensmittel-Allergien sind Lebensmittel-Unverträglichkeiten: etwa 20 Millionen Menschen haben zum Beispiel eine Milchzucker- oder Fruchtzucker-Intoleranz. Während Allergiker bei jedem Kontakt mit bestimmten Nahrungsmittel reagieren, ist die Lebensmittelunverträglichkeit individuell unterschiedlich ausgeprägt und hängt von der verzehrten Menge ab. Sie kann beispielsweise Übelkeit und Blähungen auslösen. Lebensbedrohlich ist sie nicht.

Frühstück mit Müsli

Für Allergiker gilt bereits Vorsicht beim Frühstücken

Allergie am Frühstückstisch

Ein knackiges Müsli mit Getreideflocken, Nüssen, Sonnenblumenkernen und Milch - damit starten viele Menschen energiegeladen in den Tag. Für Nahrungsmittelallergiker ist das aber möglicherweise ein Start ins Krankenhaus.

  • Denn Nüsse, Kerne und Milcheiweiß gehören zu den häufigsten Nahrungsallergenen. Wer die nun weg lässt und die Kuhmilch durch einen Sojadrink ersetzt, mag vorübergehend Glück haben.
  • Doch auch auf Soja reagieren Allergiker ziemlich häufig: Atembeschwerden und Hautjucken können fast unmittelbar nach dem Verzehr auftreten. Sogar auf Getreideflocken können Allergiker reagieren. Und selbst Obst ist als Allergieauslöser nicht selten - egal, ob Apfel oder Birne.
  • Das Frühstücksei als Alternative? Kann auch ein Problem sein: Hühnereiweißallergie. Sie ist genauso häufig wie eine Milcheiweiß-Allergie. Diese Eiweiße oder Proteine sind es, die bei Allergikern das Immunsystem zur falschen, überschießenden Abwehrreaktion verleiten.
  • Typische Symptome bei Unverträglichkeiten wie zum Beispiel die Laktoseintoleranz, also die Milchzucker-Unverträglichkeit, sind Durchfall und Bauchschmerzen - weil der Körper den Milchzucker nicht abbauen kann.
  • Ähnlich wirkt sich die Zöliakie aus: Eine Unverträglichkeit auf glutenhaltige Getreidesorten. Oder die Fruchtzucker-Unverträglichkeit, die einem den Biss in frisches Obst vermiest.

Immerhin, eins gibt es zum Frühstück, das den Start in den Tag risikofrei ermöglicht: Kaffee - den dann allerdings sicherheitshalber schwarz.