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Tipps für Kamin- und Ofenbesitzer Brennholz kaufen, verbrennen und entsorgen

Mit dem Kauf von Brennholz sollte man jetzt nicht mehr lange warten. Die Preise sind aktuell noch etwas niedriger als in den Wintermonaten. Empfehlungen von unseren Holz-Experten.

Holzofen

Für viele ein Traum: am offenen Feuer sitzen - was vorher und nachher zu bedenken ist

Die Heizsaison hat begonnen. Kamin- und Ofenbesitzer sollten mit dem Holzkauf nicht zu lange warten, denn die Preise werden bald anziehen. Es lohnt sich, jetzt zuzuschlagen. Passendes Holz gibt es zum Beispiel im Baumarkt, in Holzenergiezentren oder bei Brennstoffhöfen. Tobias Frey, SWR Wirtschaft und Soziales, hat sich umgehört, was es alles zu beachten gilt.

So entwickeln sich die Holzpreise

Im Sommer haben sich bei Benedikt Disam vom Brennholzhof Ostalb in Schwäbisch Gmünd noch riesige Holztürme gestapelt. Doch so langsam wird das Lager in seinem weißen Zelt immer kleiner. Die Nachfrage nach Brennholz zieht an und damit steigen auch die Preise.

Benedikt Disam vom Brennholzhof Ostalb in Schwäbisch Gmünd: "Wir haben sehr gut disponiert, weil wir im Frühjahr, wenn es noch warm ist, das Material günstig einkaufen und dementsprechend auch die besseren Preise machen können. Wenn es auf das Ende des Winters zugeht oder der große Run da ist und ich neu ordern muss, sind die Preise dann natürlich ein bisschen höher. Deswegen sollten die Leute - wenn sie die Möglichkeit haben, das auch zu lagern - jetzt einkaufen."

Welche Holzsorten brennen am besten?

Bäume im Wald

Mächtige Buchen

Benedikt Disam bietet verschiedene Holzarten an. Es gibt beispielsweise Buche, Ahorn oder Esche. Der Brennholzhändler empfiehlt vor allem eine Sorte: "Die Holzart, die am besten bei uns läuft, ist immer noch die Buche. Es gibt natürlich auch Eiche und Esche. Wir empfehlen eher die Buche zu nehmen, weil sie beim Anzünden, für diejenigen, die so einen kleinen Beistellofen haben, einfach zu handhaben ist."

Denn diese Holzart brennt selbst bei mittlerer Hitze recht gut, und es wird schnell warm. Außerdem hat die Buche fast kein Harz, deshalb gibt es weniger Funken. Eiche und Esche sind langfaserige Hölzer. Das heißt, es dauert etwas länger beim Anbrennen.

Wo sollte man Brennholz kaufen?

Holzstapel

Auch die Preise für Holz unterliegen Angebot und Nachfrage

Wichtig beim Kauf ist es auch, darauf zu achten, woher das Holz eigentlich kommt. Das Stichwort laute Nachhaltigkeit, sagt Barbara Ludwig von der Energieagentur Rems-Murr in Waiblingen. "Es ist einfach für den Umweltschutz gut, wenn das Holz aus der Region kommt. Wenn es kurze Transportwege gibt, wird sozusagen von der Verarbeitung bis zum Ofen wenig CO2 freigesetzt. Außerdem bleibt die Kaufkraft in der Region."

Vorsicht bei feuchtem Holz

Beim Kauf ist aber nicht nur die Holzart entscheidend. Auch die Feuchtigkeit spielt eine große Rolle, so Energieberaterin Barbara Ludwig. "Wichtig ist, wenn Holz verbrannt wird, dass es ausreichend getrocknet ist. Das heißt, es sollte auf jeden Fall ein bis zwei Jahre gelagert sein. Entweder man lagert es bei sich selbst zu Hause, wenn man die Kapazitäten hat. Günstiger ist für viele, dass sie gleich trockenes Holz kaufen."

Die Holzfeuchtigkeit sollte zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Sollte das Holz noch zu feucht sein, knistert es im Ofen. Das klingt zwar romantisch, kann aber schädlich sein und ist nicht erlaubt. Deswegen kontrollieren Schornsteinfeger auch regelmäßig die Holzfeuchte. Denn bei zu feuchtem Holz kann sich sogenannter Glanzruß bilden, der nur mit extrem hohen Temperaturen wieder aus dem Ofen heraus gebrannt werden kann.

Tipps fürs Anzünden

Auch beim Anzünden können Fehler gemacht werden. Brennpaste oder Spiritus sollten nicht verwendet werden, warnt Benedikt Disam vom Brennholzhof Ostalb. "Ich würde eher unten drunter ein paar Feuerbällchen verwenden. Das sind in Paraffin, in Wachs, getränkte Späne. Die kann man unten drunter mit ein paar Spächtelchen anzünden. Dann ist es optimal."

Wohin mit der Asche?

Zum Thema Asche entsorgen gibt es gegensätzliche Meinungen und große Diskussionen. Viele sagen, es sei schädlich, sie im Garten zu entsorgen, da sie mit Schwermetallen belastet sein könnte. Deshalb sei es am Besten, die Asche nach dem Erkalten im Hausmüll zu entsorgen oder direkt zur Mülldeponie zu bringen.

Barbara Ludwig von der Energieagentur Rems-Murr in Waiblingen: "Ich denke, dass man Holzasche im Garten verwenden kann, wenn es wirklich Holz ist, das keine Schadstoffe beinhaltet. Es gibt aber noch einen wichtigen Punkt: Man sollte nicht Holzreste, die man irgendwo findet, vielleicht sogar mit Farbe, abbrennen. Die Farbe gibt auf jeden Fall Schadstoffe ab, die sogar krebserregend sein können."

Von Tobias Frey, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Heidi Keller