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Immer mehr Banken und Sparkassen kassieren bei jeder Kartenzahlung mit. Teilweise bis zu 75 Cent pro Zahlung an der Kasse. Zu diesem Ergebnis kommt das Finanzportal Biallo.

Insgesamt 1.200 Banken hat Biallo unter die Lupe genommen – 463 von ihnen erheben Gebühren, im Schnitt 35 Cent. Wer seine Karte am Tag zweimal nutzt, kommt am Ende des Jahres auf 255 Euro Extra-Kosten.

Biallo: Vor allem regionale Banken erheben Gebühren für Kartenzahlungen

Das Finanzportal Biallo sagt: Es sind vor allem regionale Banken, Volks- und Raiffeisenbanken oder Sparkassen, die solche Gebühren erheben. Spitzenreiter bei den Gebühren ist der Untersuchung zufolge eine Bank in Baden-Württemberg, die Bopfinger Bank Sechta-Ries, die 75 Cent abzieht - pro Kartenzahlung mit der Girocard oder EC-Karte, wie viele noch sagen. Die Bank gehört zu den Volksbanken-Raiffeisen-Banken. Weitere Beispiele sind die Sparkasse Schwäbisch Hall in Crailsheim, die 50 Cent verlangt, ebenso die Westerwaldbank. Bei der Sparkasse Mainz sind es 49 Cent.

Verbraucherschützer kritisieren: Diese Kosten stehen zum Teil gar nicht offen im Kleingedruckten der Entgeltinformationen – sondern tauchen als Position auf dem Kontoauszug auf und heißen dann „Gebühr für beleglose Buchung“ oder ähnlich. Das ist nicht transparent.

Bargeldlos zahlen bei überregionalen Banken günstiger

Bei überregionalen Banken wie der Commerzbank, der Postbank, der Deutschen Bank ist das Zahlen mit Karte laut Biallo kostenfrei, auch bei den meisten Direktbanken. Auch die Kunden von Sparkassen und der Volks- und Raiffeisenbanken, die jetzt hellhörig geworden sind, sollten erstmal Preisinformationen und Kontoauszüge durchsehen – und im Zweifel bei der Bank nachfragen, welche Gebühren sie erhebt.

Bank wechseln nicht unbedingt ratsam - aber eventuell das Kontomodell

Man sollte auch die Gesamtkosten im Blick haben: Denn manchmal kostet zwar die Kartenzahlung extra – dafür ist aber die Kontoführungsgebühr niedrig. Und es gibt noch andere Gebührenschrauben, an denen Banken drehen dürfen, wie fürs Abheben am Geldautomaten der eigenen Bank oder die Papier-Überweisung.

Wer viel mit Karte zahlt, für den kann es sich auch rentieren, bei seiner Bank zu einem anderen Kontomodell zu wechseln. Dann zahlt man eventuell mehr im Monat für das Konto an sich, dafür sind aber alle Transaktionen im Preis mit drin. Wer bargeldlos zahlen will, kann das auch mit Kreditkarte tun – die an sich aber auch Geld kostet. Eine weitere Möglichkeit ist das Bezahlen mit dem Smartphone, mithilfe von Apple Pay oder Google Pay – bei dem eine Kreditkarte hinterlegt ist.

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