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Bereits zum 15. Mal ruft der NABU auf, am Wochenende Gartenvögel zu zählen. Vorab haben die Naturschützer eine durchwachsene Bilanz für die Umwelt gezogen.

Von Freitag bis Sonntag ruft der Naturschutzbund NABU erneut zur Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ auf: Eine Stunde lang sollen möglichst viele Freiwillige Vögel im Garten oder im Park zählen und die Ergebnisse an den Verein melden. Was seit 2005 dabei rausgekommen ist haben die Naturschützer jetzt zusammengefasst:

Dauer

Mehlschwalbe und Mauersegler unter den Verlierern

Für Parks und Gärten verzeichnet der NABU demnach insgesamt erfreulich stabile Trends. Haussperling, Amsel und Kohlmeise sind dort die drei häufigsten Vogelarten. Auch typische Waldvögel erobern zunehmend die Siedlungen, etwa der Buntspecht, der Eichelhäher und die Ringeltaube. Hier geht es den Vögeln offenbar deutlich besser als auf Äckern und Feldern, wo ihnen die intensive Landwirtschaft zu schaffen macht.

Zu den Verlierern zählen allerdings auch in Städten und Dörfern unter anderem die Mehlschwalbe und der Mauersegler. Deren Bestände sind über die Jahre deutlich zurückgegangen. Sie finden immer weniger Nistplätze an Gebäuden und leiden laut NABU vermutlich ganz besonders unter dem Rückgang von Fluginsekten.

Eine Amsel mit einer Kirsche im Schnabel sitzt auf einem Baum. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Daniel Karmann/dpa)
Dieses Jahr will der NABU zum Beispiel feststellen, wie Amseln den langen und trockenen Sommer im vergangenen Jahr überstanden haben. picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Die Amsel in besonderem Fokus

Die Stunde der Gartenvögel ist beliebt: Letztes Jahr haben fast 57.000 Vogelfreunde an der wissenschaftlichen Mitmach-Aktion teilgenommen.

Dieses Mal will der NABU unter anderem herausfinden, wie die Amseln das trockenheiße Jahr 2018 überstanden haben. Zum einen dürften sie nur wenig Regenwürmer und Schnecken zum Fressen gefunden haben. Zum anderen hat sich das besonders für Amseln gefährliche Usutu-Virus in fast ganz Deutschland verbreitet. Die Zählaktion soll nun aktuelle Zahlen liefern.

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