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Den Menschen, die zwischen 30 und 59 Jahre alt sind, geht es materiell so gut wie nie. Ihre Zukunft betrachten sie dennoch mit Sorge - vor Altersarmut und einer immer rücksichtsloseren Gesellschaft.

Das hat eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergeben. 60 Prozent der Befragten sehen ihre materielle Lage positiv, nur neun Prozent sagen, es geht ihnen diesbezüglich schlecht.

Renate Köcher, Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts erklärt:

Die Befragung hat zum siebten Mal im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft stattgefunden - und der "Generation Mitte" ging es in diesem Zeitraum noch nie besser als jetzt. In Ostdeutschland fällt die Bilanz sogar noch positiver aus.

Allerdings bezweifeln viele, nämlich 40 Prozent, ob Deutschland wirtschaftlich stark bleiben wird. Dabei sind eher die höheren als die niedrigeren sozialen Schichten skeptisch. Sie nennen den Fachkräftemangel, den demografischen Wandel als Gründe dafür. Zudem befürchten sie, dass Deutschland den technologischen Anschluss verpassen könnte.

Mehrheit sieht mehr Aggressivität und Fremdenfeindlichkeit

Außerdem sorgt sich die Mehrheit der 30- bis 59-Jährigen, wie sich das Miteinander in der Gesellschaft entwickelt. Zwei Drittel beklagen eine Ellenbogengesellschaft. Dieses Empfinden ist im Osten stärker als im Westen und in der Stadt stärker als auf dem Land. Eine große Mehrheit findet, dass Aggressivität, Zeitdruck, Egoismus und Fremdenfeindlichkeit zunehmen. Vor allem der Umgang miteinander im Straßenverkehr sei aggressiv, sagten 90 Prozent der Befragten.

Rücksichtsloses und aggressives Verhalten beklagen viele Befragte auf öffentlichen Plätzen (59 Prozent) und in öffentlichen Verkehrsmitteln (51 Prozent) – aber auch im Internet (54 Prozent). Zwei Drittel sagen, der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland sei sehr schwach. Zwei von drei Befragten sagen außerdem, dass der Zusammenhalt in den vergangenen Jahren nachgelassen habe.

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