SPD gewinnt in Rheinland-Pflaz zahlreiche Direktmandate bei der bundestagswahl 2021 (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt)

Totgesagte leben länger

SPD in der Region Karlsruhe auf Wolke Sieben

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Während die CDU in der Region Mandate und Prozente verloren hat, konnte die SPD zulegen. Wenn es auch nicht für Direktmandate gereicht hat, die SPD gehört zu den Gewinnern der Wahl im Raum Karlsruhe.

Für den Waghäusler SPD-Oberbürgermeister Walter Heiler ist die Sache klar: Die SPD habe sich noch nie so geschlossen wie im jüngsten Bundestagswahlkampf gezeigt, betont das regionale SPD-Urgestein. Ein Hauen und Stechen wie in früheren Wahlkämpfen habe es nicht gegeben, sagt der Oberbürgermeister.

"Ich denke, dass die Parteiströmung gewonnen hat, die Olaf Scholz wollte. Er ist ein Pragmatiker in der Mitte der SPD. Es hat vielleicht der etwas konservativere Teil in der SPD gewonnen."

Politische Gegner hätten vielleicht darauf gewartet, dass die SPD mit sich selbst mehr zu tun habe, als mit ihrem Wahlprogramm. Das sei dieses Mal genau umgekehrt gewesen. Deshalb sei der Sieg auch so ausgefallen.

Viele, auch in der regionalen SPD, schweben weiter auf Wolke Sieben: Parsa Marvi etwa, er trat im Wahlkreis Karlsruhe-Stadt an und schaffte es diesmal, im dritten Anlauf, über die Landesliste nach Berlin.

"Die SPD hat einen hervorragenden Kanzlerkandidaten gehabt mit Olaf Scholz, der in der Bevölkerung ein sehr hohes Ansehen genossen hat. Das hat's gerissen."

Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast aus Pforzheim liegt das Geheimnis des Erfolgs ihrer Partei unter anderem darin, dass ihr Spitzenkandidat mehr Respekt vor der Leistung der Menschen eingefordert habe. Das sei erfolgreich in den Mittelpunkt des Wahlkampfes gestellt worden. Für Mast wäre eine "Allianz der Gewinner" in Berlin wünschenswert als neue Bundesregierung, also eine Koalition von SPD, FDP und Grünen.

Karlsruhe

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