MoE BW-Landesregierung stellt Mobilitätskonzept vor

STAND
AUTOR/IN

Das grün-schwarze Landeskabinett hat eine neue Strategie für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht. Das Angebot von Bussen und Bahnen soll in Zukunft verbessert, die Taktung erhöht und die auch ländliche Gebiete besser erschlossen werden. Aus der Redaktion Landespolitik, Annika Jahn

Die Ziele seien zwar ambitioniert, jedoch das Minimum, was geschafft werden müsse, um die Klimaziele zu erreichen, sagte Verkehrsminister Hermann. Dazu zählt, dass bis 2030 doppelt so viele Menschen Bus und Bahn fahren sollen als noch 2010. Außerdem soll es ein 365-Euro Jugendticket geben. Kostenpunkt 100 Millionen Euro jährlich.
Die Landesregierung will außerdem eine Mobilitätsgarantie geben. Spätestens in fünf Jahren sollen zwischen 5 Uhr morgens und Mitternacht alle Orte im Land per ÖPNV erreichbar sein. Und zwar mit einer besseren Taktung als bisher. Busse, Bahnen, aber auch Sammeltaxis sollen in städtischen Gebieten im Viertelstundentakt fahren, auf dem Land mindestens jede halbe Stunde. Bezahlen müssen das vor allem die Kommunen. Ihnen will das Land mit einer Nahverkehrsabgabe, dem sogenannten Mobilitätspass, die Möglichkeit geben, die Vorhaben zu finanzieren. Zunächst soll in fünf Kreisen getestet werden, wie das umgesetzt werden kann.
Annika Jahn, Stuttgart

STAND
AUTOR/IN