Seehofer will europaweite Regelung für Bootsflüchtlinge

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Die Bundesregierung will künftig jeden vierten Flüchtling aufnehmen, der nach einer Rettung auf See in Italien ankommt. Das sagte Innenminister Horst der «Süddeutschen Zeitung». Marcel Heberlein berichtet. Wie sollen Bootsflüchtlinge in Europa verteilt werden? Bei jedem Rettungsschiff wurde in den letzten Monaten neu über diese Frage gestritten – Malta und Italien sperrten ihre Häfen. Die Geretteten Menschen mussten teilweise wochenlang auf den Schiffen ausharren, bis klar, wer sie aufnimmt. Nun erklärt Innenminister Seehofer in der Süddeutschen Zeitung Deutschland sei bereit ein Viertel der aus Seenot geretteten Menschen zu übernehmen, die vor Italien auftauchen. Das werde die deutsche Migrationspolitik nicht überfordern, so Seehofer. Laut dem Innenminister nimmt Deutschland bisher schon so viele auf - 561 Menschen kamen so in den letzten 12 Monaten nach Deutschland, sagt das Innenministerium. Bisher gibt es aber keine verbindliche Quote.

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