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Chancengleichheit für Schüler in Deutschland? Hat die Politik nicht mehr auf der Agenda, meint Martin Rupps.

Der Schulerfolg hängt in der Bundesrepublik immer stärker von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler ab. Schüler aus privilegierten Schichten haben einen deutlichen Leistungsvorsprung gegenüber denen, die sozial benachteiligt sind. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Pisa-Studie, für die 600.000 Schülerinnen und Schüler in fast 80 Ländern getestet wurden.

Die Ergebnisse der aktuellen Pias-Studie fasst Pascal Kiss hier im Audio zusammen:

Diese Aussage finde ich viel wichtiger als zum Beispiel die Frage, weshalb finnische Schüler im Test besser abschneiden als deutsche. Der Bildungsforscher Eckard Klieme bringt es im Gespräch mit SWR3 auf den Punkt: Die Pisa-Studie ermögliche Rückschlüsse auf Gleich- oder eben Ungleichheit der Schüler innerhalb Deutschlands.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hielt sich in ihrer Reaktion auf die Testergebnisse nicht lange mit der Sozialen Frage auf. Sie forderte stattdessen eine nationale Kraftanstrengung für bessere Noten. Die Union hat sich noch nie für Chancengleichheit verkämpft – etwa dafür, dass ein syrisches Flüchtlingsmädchen denselben Zugang zu Bildung haben soll wie der Sohn eines deutschen Handwerksmeisters.

Rentner sind wichtiger

Zu einer Zeit, als die SPD den Bundeskanzler stellte, galt das Prinzip der Chancengleichheit. Der Staat schuf Studienplätze und führte das BaföG, einen Zuschuss für Schüler und Studenten, ein. Die heutige SPD in der Großen Koalition gibt das Geld lieber den Rentnern. Auch ein Grund, weshalb die SPD so traurig darnieder gekommen ist.

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