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Lehrer und Erzieher sollen ab sofort Schnelltests selbst machen dürfen. Allerdings stellt sich die Frage, wer das machen soll. Das RKI hält es aber für machbar.

So geht Verwirrung: Am Morgen war Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit den Worten zitiert worden, Lehrer und Erzieher sollten sich bald selbst auf Corona testen können. Später stellte sein Ministerium klar, die Tests müssten auch weiterhin von geschultem Personal durchgeführt werden, nur eben nicht unbedingt von Ärzten.

So steht es im dritten Bevölkerungsschutzgesetz, dass vorigen Donnerstag in Kraft getreten ist. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums können Kitas und Schulen ab diesem Freitag eigenständig Corona-Schnelltests beziehen und auch nutzen. Doch wer soll die Tests machen?

RKI bringt "Hygienebeauftragte" ins Spiel

Der Präsident der Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, betonte, die Tests für Lehrer seien nur dann sinnvoll, wenn sie in eine Gesamtstrategie eingebunden seien. Zudem müsste sichergestellt sein, dass es an den Schulen speziell geschultes Personal gebe, um die Tests richtig durchzuführen - sogenannte Hygienebeauftragte. Dafür sollte am besten ein Lehrer oder eine Lehrerein speziell geschult werden.

"Dazu bedarf es einer gewissen Kenntnis. Aber das ist wirklich machbar."

RKI-Präsident Robert Wieler

In Deutschland dürfen Schnelltests bisher nur an medizinisches Personal ausgegeben werden. Privatpersonen könnten den Abstrich nicht gut selbst durchführen, da man mit dem Teststäbchen doch weit in den Rachenraum hineinstochern müsse, um eine aussagekräftige Probe zu bekommen, hieß es. Die Gefahr sei zu groß, dass ein schlechter Abstrich zu falschen Ergebnissen führe.

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