Bild einer Stechmücke (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Gesundheitsministerium Baden-Württemberg Keine Gesundheitsgefahr durch drohende Schnakenplage am Oberrhein

Milliarden Schnaken schlüpfen am Oberrhein. Bürgermeister fordern Soforthilfe für ihre Kommunen. Dabei soll die Tigermücke viel gefährlicher sein. Die Schnake tue "nur weh".

Der Ministerialdirektor im baden-württembergischen Gesundheitsministerium, Wolf-Dietrich Hammann, sieht keine Gesundheitsgefahren durch die drohende Schnakenplage am Oberrhein. Hammann sagte im SWR: "Es ist ungeheuer lästig und es tut weh. Es geht aber keine Gesundheitsgefahr davon aus."

Dauer

Die aggressive Tigermücke ist viel gefährlicher

Nicht die normale Schnake sei das Problem, sondern die Tigermücke. Sie könne gefährliche tropische Krankheiten wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus übertragen. Vereinzelt trete sie entlang der Rheinschiene auf: "Die legt ihre Eier aber nicht in den Rheinauen ab, sondern in stehende Gewässer wie Regentonnen oder Topfuntersetzer."

Bürgermeister fordern Soforthilfe vom Land

Normalerweise hätte die KABS diese und nächste Woche im Lufteinsatz Milliarden von Schnakenlarven am Oberrhein bekämpft. So sollte verhindert werden, dass sie schlüpfen. Wegen zwei kaputter Hubschrauber kann nur maximal die Hälfte dieser Population getötet werden.

Deshalb haben sich die Bürgermeister der betroffenen Kommunen mit der Bitte um Soforthilfe an das baden-württembergische Innen- und das Gesundheitsministerium in Stuttgart gewandt. Am Freitag hätten sich die Behörden bei einer Telefonkonferenz abgestimmt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Lage sei nicht dramatisch, hieß es.

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