Bremen, Bremerhaven: Neuwagen von Mercedes-Benz und BMW stehen auf dem Autoterminal der BLG Logistics Group.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Strafzölle auf deutsche Autos Gefährden deutsche Autoimporte die nationale Sicherheit der USA?

Kommen US-Strafzölle auf deutsche Autos? Zunächst will das Handelsministerium in den USA eine mögliche Gefahr für die Wirtschaft beurteilen. Bundeskanzlerin Merkel hat schon jetzt eine Meinung dazu.

Am Wochenende lief die Frist für eine Einschätzung des US-Handelsministeriums ab. Kommt es zu dem Schluss, dass die Autoimporte die nationale Sicherheit bedrohen, hat Trump grünes Licht für Strafzölle.

Autos und Zulieferteile könnten innerhalb von 90 Tagen mit Aufschlägen belegt werden. Bis zu 25 Prozent sind im Gespräch. Die EU kündigte bereits Gegenmaßnahmen an.

Merkel warnt vor Eskalation

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt.

Eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA durch Autoimporte könne sie nicht nachvollziehen. Das größte Werk von BMW zum Beispiel stehe nicht in Deutschland, sondern in den USA.

Der Streit um Strafzölle für Autoimporte zwischen den USA und der EU schwelt schon länger. Der US-Botschafter bei der Europäischen Union, Gordon Sondland, hat bei seinem Antrittbesuch im Straßburger EU-Parlament die deutsche Autoindustrie ins Visier genommen:

Deutsche Autobauer größte Exporteure aus den USA

Der Verband der Automobilindustrie verwies darauf, dass deutsche Autobauer 300 Fabriken in den USA unterhielten. Dadurch seien 113.000 Jobs geschaffen worden. Außerdem sei die deutsche Automobilindustrie der größte Autoexporteur aus den USA.

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