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Zwischenbericht zur Germanwings-Katastrophe Co-Pilot probte Absturz offenbar

Der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat den Absturz offenbar gezielt vorbereitet und geprobt. Schon auf dem Hinflug stellte der Mann aus Montabaur zwischenzeitlich eine Flughöhe von 30 Metern ein.

Ein Mann sitzt auf einem Stein, hinter ihm die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Das Profilbild von Andreas L. auf Facebook

In einem am Mittwoch vorgestellten Zwischenbericht der französischen Untersuchungsbehörde Bea heißt es, der aus Montabaur stammende Andreas L. haben den Autopiloten bereits auf dem Hinflug von Düsseldorf nach Barcelona mehrfach auf eine zu niedrige Flughöhe eingestellt. Dies sei während eines angeordneten Sinkflugs geschehen.

Die Flugschreiber bestätigen aus Sicht der Behörde eine bewusste Handlung beim Absturz auf dem Rückflug. "Man kann daraus schließen, dass er handlungsfähig war und dass alle seine Handlungen den gleichen Sinn hatten, nämlich das Flugzeug auf den Boden stürzen zu lassen", sagte Bea-Direktor Rémi Jouty in Le Bourget bei Paris.

Flughöhe auf 30 Meter eingestellt

Dem Zwischenbericht zufolge bewegte der Co-Pilot kurz vor dem Aufprall leicht das Steuer des Airbus. Der Eingriff war jedoch nicht stark genug, um den Autopiloten außer Kraft zu setzen. Zuvor hatte der 27-Jährige den Autopiloten auf eine Flughöhe von gut 30 Meter eingestellt und mehrfach das Tempo erhöht. Zu dieser Zeit befand er sich alleine im Cockpit. Den Kapitän hatte er zuvor aus dem Cockpit ausgeschlossen.

Der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings war am 24. März abgestürzt. 150 Menschen starben, darunter 72 Deutsche. Der Co-Pilot litt in den vergangenen Jahren an Depressionen. Die deutschen Ermittler fanden Hinweise auf Suizidpläne.