Bitte warten...
Die Regierung der Bundesrepublik nach der Vereidigung

Zwei Ministerinnen aus Rheinland-Pfalz Barley und Klöckner vereidigt

Dem neuen Bundeskabinett, das am Mittwoch vereidigt worden ist, gehören auch zwei Ministerinnen aus Rheinland-Pfalz an: Julia Klöckner (CDU) ist für Landwirtschaft zuständig, Katarina Barley (SPD) ist Justizministerin.

XX

Im Anschluss an die Wahl und die Vereidigung der alten und neuen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielten die 15 Bundesminister im Schloss Bellevue aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihre Ernennungsurkunden. Danach wurden sie im Bundestag vereidigt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, ihre Ernennungsurkunde im Schloss Bellevue.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt Julia Klöckner die Ernennungsurkunde

171 Tage nach der Bundestagswahl ist die neue Bundesregierung aus Union und SPD im Amt. Damit endete die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik.

Übergabe der Ministerien

Für die beide Ministerinnen aus Rheinland-Pfalz ging es dann direkt an die Arbeit. Nachmittags stand die erste Kabinettssitzung auf dem Programm. Klöckner übernahm auch bereits ihr neues Ministerium. "Ich komme aus Guldental", stellte sich die 45-Jährige bei ihren neuen Mitarbeitern vor, "das ist bei Bad Kreuznach. Wer dann immer noch ein paar Probleme hat: Das ist bei Frankfurt irgendwo, 'ne Stunde entfernt." Sie betonte, der ländliche Raum sei "nicht das Hinterland", sondern ein Kraftzentrum für ganz viele Ideen. In den Städten und auf dem Land müssten gleichwertige Lebensverhältnisse erreicht werden.

Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, wird im Bundestag vereidigt.

Katarina Barley wird im Bundestag vereidigt

Barley wird offiziell erst am Donnerstag in ihr neues Ministerien eingeführt. Sie übernimmt die Geschäfte von ihrem Parteikollegen Heiko Maas, der neuer Außenminister ist. Barley selbst leitete zuletzt kommissarisch das Bundesfamilienministerium. Die 49-Jährige aus Schweich im Landkreis Trier-Saarburg war neben ihrer politischen Karriere auch erfolgreich als Juristin tätig.

Klöckner will trotz ihrer neuen Aufgaben Landeschefin der CDU in Rheinland-Pfalz bleiben. Als Nachfolger für ihren Posten als Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Mainzer Landtag hat sie Christian Baldauf vorgeschlagen. Der 50-Jährige soll am Freitag gewählt werden.


Erwartungen an Klöckner sind hoch

Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren stellt die Landes-CDU damit wieder einen Bundesminister. Zuletzt saß mit Heiner Geißler ein rheinland-pfälzischer Christdemokrat als Minister mit am Kabinettstisch. Geißler war bis 1985 Gesundheits- und Familienminister in der Regierung Helmut Kohl.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat bereits jetzt große Erwartungen an Klöckner. "Wir sind die letzten Jahre oft wie eine Sau durchs Dorf getrieben und skandalisiert worden", sagte Verbandspräsident Michael Horper am Mittwoch dem SWR. Er wünsche sich, dass Klöckner die Balance zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft wieder besser hergestellt bekomme. Damit würden dann auch junge Menschen motiviert, "auf den Höfen zu bleiben".