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Riesiger Mast für Hochmoselübergang Spannende Tage an der Brückenbaustelle

Ein 80 Meter hoher roter Stahlmast wird bis Montag am Hochmoselübergang aufgestellt. Zur Brücke selbst gehört der Koloss aber nicht. Er soll das Bauwerk lediglich abstützen.


Der riesige Mast sei für den Fortgang der Bauarbeiten an der Brücke notwendig, werde aber später wieder abgebaut. Das teilte der Landesbetrieb Mobilität mit. Der Mast besteht aus vier dicken Stahlrohren, die durch Streben miteinander verbunden sind. An ihm sind etwa 900 Stahlseile befestigt. Mit ihnen soll die Brückenfahrbahn während der Bauarbeiten stabilisiert werden. Der Stahlmast wird jetzt langsam aufgerichtet. Am Freitag wurde er bis zu 45 Grad aufgestellt, am Montag soll er dann senkrecht stehen.

Riesige Hilfskonstruktion

Ohne diese Hilfskonstruktion könne sich die Fahrbahn durchbiegen, so die Brückenbauexperten. Denn die Fahrbahn werde in den nächsten Monaten Stück für Stück verlängert und über die Brückenpfeiler geschoben.

Fahrbahnteil der Hochmoselbrücke freischwebend

Die freischwebenden Fahrbahnteile sollen durch die Hilfskonstruktion gesichert werden

Teile der Fahrbahn schweben dadurch zeitweise quasi frei über dem Moseltal. Zurzeit ragt das erste Fahrbahnstück beispielsweise 90 Meter weit über die Hangkante auf der Hunsrückseite hinaus. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll hier ein weiteres Fahrbahnstück angebaut werden. Der 640-Tonnen schwere Stahlmast soll dieses Fahrbahnteil dann von oben festhalten und dafür sorgen, dass es nicht nach unten durchbiegen kann.

Auf der Eifelseite steht noch nichts

Während auf der Hunsrückseite fünf Brückenpfeiler bereits fertig sind, laufen auf der Eifelseite die Vorarbeiten zum Bau der Pfeiler. Parallel dazu wird an zehn Messstellen untersucht, ob es Bewegungen an dem sogenannten "Rutschhang" gibt. Die Untersuchungsergebnisse sind nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität bisher alle unauffällig.

Hangsicherungsmaßnahmen geplant

Trotzdem sei man vorbereitet, falls Grenzwerte überschritten würden. Es gebe beispielweise ein Konzept, das angewandt werden könne, wenn sich der Hang doch mehr bewege als erwartet. Dann soll eine Art Betonmischung in den Boden gespritzt werden. Außerdem werde eine Art Brunnen geplant, mit dem bei Bedarf der Grundwasserspiegel im Hang reguliert werden könne. Vergangenes Jahr hatte es immer wieder Diskussionen um die Standsicherheit der Brücke geben. Experten hatten bemängelt dass die Risiken des Hanges noch nicht ausreichend untersucht worden seien. Das Infrastrukturministerium hält die geplante Brücke aber für sicher.

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