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"Mythos Mosel" Eine Riesling-Reise an der Mittelmosel

Zwischen Ürzig und Pünderich konnten Weinliebhaber am Wochenende alle Facetten des Weinanbaugebietes erleben. Mehr als 100 Weingüter haben bei "Mythos Mosel" mitgemacht.

Besucher bei Regenwetter bei der Weinverkostung

Winzer Karl-Josef Thul aus Thörnich kommt mit Gästen ins Gespräch

Samstagvormittag 11.00 Uhr: Leichter Nieselregen in Reil (Landkreis Bernkastel-Wittlich). Das Wetter vermiest hier aber keinem die Stimmung. Es wird gescherzt und gelacht. "Die Nummer sechs bitte", sagt Elisabeth Hoffmann, die gerade am Stand von Winzer Karl-Josef Thul steht und sich einen kleinen Schluck trockenen Riesling in ihr Weinglas schenken lässt. Die Eifelerin nutzt "Mythos Mosel", um sich mit alten Freunden zu treffen und nebenbei die Mosel zu entdecken. "Als Weinliebhaber ist es schön, dass man hier so viele Weine versuchen kann, dabei aber gleichzeitig die Gegend und die Weingüter kennenzulernen". Genau das sei das Ziel von "Mythos Mosel", sagt Winzer Karl-Josef Thul. "Wir können hier gemeinsam die Stärken der Region und die Vielfalt des Mosel-Rieslings zeigen, die Menschen können uns Winzer kennenlernen und erfahren, wie der Wein gemacht wird".  

Leere Weingläser

Diese Weingläser blieben am Wochenende nicht lange leer

Mehr als 600 Weine

26 Weingüter hatten zwischen Ürzig und Pünderich ihre Pforten geöffnet. In jedem Weingut waren außerdem drei Gastwinzer aus unterschiedlichen Moselorten zu Besuch. Das macht mehr als 100 Weingüter auf 25 Kilometern Moselstrecke. Insgesamt gab es an diesem Wochenende mehr als 600 Weine zum Probieren. Das konnte wohl keiner der Gäste schaffen.

"Moselochsen" adé

Der Ursprung von "Mythos Mosel" liegt im Reisebericht eines FAZ-Journalisten. Der hatte die Region besucht und an einigen Ecken kein gutes Haar an ihr gelassen. Unter anderem sei die Mosel verstaubt und spießig zu allem Überfluss wurden die Einheimischen als "Moselochsen" betitelt. Das geht gar nicht, dachte sich eine Gruppe engagierter Jungwinzer. Sie wollten sich das nicht nicht bieten lassen und mit "Mythos Mosel" zeigen, wie modern und innovativ die Mosel samt ihrer Weine in Wirklichkeit ist.

Traben-Trarbacher genießen Mythos Mosel

Gute Stimmung in Traben-Trarbach

Weininteressiertes Publikum

Das scheint bei "Mythos Mosel" gelungen. Bei der Veranstaltung war es egal, ob einer nun Star- oder Jungwinzer ist, aus einem Biobetrieb oder jahrhundertealtem Traditionsweingut stammt. Gemeinsam rückten sie alle zusammen, um das Weinanbaugebiet Mosel angemessen zu repräsentieren. Auffällig waren viele junge Leute, die extra wegen "Mythos Mosel" angereist sind.

Internationales Flair im Staffelter Hof: Winzer Jan Matthias Klein (links) hatte unter anderem Gäste aus Frankreich und den USA zu Besuch

Internationales Flair im Staffelter Hof: Winzer Jan Matthias Klein (links) hatte unter anderem Gäste aus Frankreich und den USA zu Besuch

Internationale Gäste

Bei Jan Matthias Klein im Staffelter Hof ging es international zu. Gäste aus den USA, Frankreich, Polen, Rumänien und Portugal seien da gewesen. Für ihn der Beweis, dass die Mosel auch international sehr gefragt ist. "So eine Veranstaltung ist eine grandiose Möglichkeit zu zeigen, was sich an der Mosel getan hat in den vergangenen 20 Jahren. Dieses Event wird weitergehen und ist ideal, um ein Top-Image für die Mosel aufzubauen."

Autorin: Jana Hausmann