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Dossier Tebartz-van Elst stürzt Bistum Limburg in die Krise

31 Millionen Euro hat der als "Protzbau" verschriene neue Bischofssitz von Franz-Peter Tebartz-van Elst gekostet - weit mehr als das Fünffache der veranschlagten Summe. Aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zur Krise im Limburger Bistum zusammengefasst im SWR.de-Dossier.







Generalvikar Rösch vor dem Limburger Dom im Abendlicht

Er soll das Bistum vorerst leiten - Generalvikar Wolfgang Rösch

Erst vor wenigen Wochen hatte Tebartz-van Elst bekanntgegeben, dass er den derzeitigen Stadtdekan von Wiesbaden zu seinem neuen Generalvikar ernannt hat. Im Januar sollte Rösch das Amt antreten, nun ist es schneller gegangen.

Der 1959 in Wiesbaden geborene Rösch wuchs mit drei Brüdern in Erbach im Rheingau auf. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er fünf Jahre Maschinenbau in Darmstadt. Der Wunsch, sich dennoch der Kirche auch beruflich zuzuwenden, sei in Bibelkreisen entstanden, die er während des Studiums besucht habe. So studierte er anschließend Philosophie und Theologie in Frankfurt und Rom.

Der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann weihte Rösch 1990 in Rom zum Priester. Rösch wurde Kaplan in Wetzlar, später in Hadamar. Nach weiteren Seelsorge-Stationen berief ihn der damalige Limburger Bischof Franz Kamphaus 1997 zum Leiter des Priesterseminars in Limburg. 2003 bis 2010 war er Pfarrer in den Königsteiner Pfarreien, anschließend leitender Pfarrer in Wiesbaden.

Dort war er von Franz Kaspar ins Amt eingeführt worden - seinem Vorgänger als Limburger Generalvikar. Der 75-Jährige war wie der Bischof wegen der explodierten Baukosten und des Erste-Klasse-Flugs nach Indien in die Kritik geraten.

Nachdem die Kritik an Tebartz-van Elst in den vergangenen Wochen immer lauter geworden war, hatte sich auch Rösch geäußert - und nicht gerade hinter den Bischof gestellt. "Ich kann mir schwer vorstellen, dass das noch konstruktiv gewendet werden kann", wurde er in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zitiert.



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