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Rheinland-Pfalz trauert um Helmut Kohl Kondolenzbücher und Gedenkstunde

Zum Tod von Altkanzler Kohl liegen in Rheinland-Pfalz mehrere Kondolenzbücher für Erinnerungen und Gedanken an den Verstorbenen aus. Der Landtag ändert am Mittwoch seine Tagesordnung.

Ludwigshafen Oberbürgermeisterin Lohse

Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Lohse trägt sich in das Kondolenzbuch ihrer Stadt ein

Der Mainzer Landtag will Kohls Verdienste für Rheinland-Pfalz würdigen und die Plenarsitzung mit einer "parlamentarischen Gedenkstunde" beginnen. Darauf verständigten sich alle im Landtag vertretenen Fraktionen - SPD, FDP, Grüne, CDU und AfD.

Politiker und Bürger in Rheinland-Pfalz nutzen unterdessen die Möglichkeiten, ihre Trauer und Anteilnahme mit Einträgen in Kondolenzbücher auszudrücken. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und die übrigen Mitglieder des Stadtvorstands trugen sich am Montag in das Buch ein, das im dortigen Rathaus ausliegt. Ein weiteres Kondolenzbuch liegt in der Ortsverwaltung des Stadtteils Oggersheim aus, in dem Kohl gewohnt hatte. Lohse ordnete für die öffentlichen Gebäude zudem Trauerbeflaggung an.

Zwei Kondolenzbücher in Mainz

Auch im Foyer der Landesgeschäftsstelle der CDU in Mainz und in der Staatskanzlei liegen Kondolenzbücher aus. Am Sonntagvormittag trugen sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), ihr Kabinett und weitere Landespolitiker ein. In ihren Zeilen würdigte Dreyer den Altkanzler als außergewöhnliche politische Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts, der Europa, Deutschland und Rheinland-Pfalz viel zu verdanken hätten.

Ministerpräsidentin Dreyer schreibt in das Kondolenzbuch.

Ministerpräsidentin Dreyer schreibt in das Kondolenzbuch.

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl war Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. Für den Altkanzler soll es einen europäischen Staatsakt in Straßburg und eine Totenmesse in Speyer geben.

Dort liegt im Dom inzwischen auch ein Kondolenzbuch mit einem Foto Kohls aus. Wie das Bistum Speyer mitteilte, liegt das Buch im südlichen Seitenschiff. Kohl hatte Zeit seines Lebens eine tiefe Verbundenheit mit dem Speyerer Dom gezeigt. "Ich habe Helmut Kohl als beeindruckenden Menschen schätzen lernen dürfen", erinnert sich der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann an Begegnungen mit dem Altkanzler. So führte Kohl viele Staatsgäste nach Speyer und war Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, die sich für den Erhalt des Doms einsetzt.

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