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Protest vor Luftwaffenstützpunkt Büchel Ostermarschierer fordern Atomwaffen-Abzug

Zum Abschluss der diesjährigen Ostermärsche haben rund 400 Menschen vor dem Luftwaffenstützpunkt in Büchel in der Eifel demonstriert. Sie forderten die Amerikaner auf, ihre Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen.

1:35 min | Mo, 2.4.2018 | 19:45 Uhr | SWR Fernsehen RP

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Weltpolitik in der Eifel

Ostermarsch in Büchel gegen Atomwaffen

Am Fliegerhorst Büchel in der Eifel haben etwa 400 Demonstranten gegen US-Atombomben protestiert. Drohungen von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim sorgten nach Angaben der Organisatoren für mehr Zulauf bei den Ostermärschen.

Der Friedensnobelpreis 2017 für die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) habe gezeigt, dass die Menschen eine atomwaffenfreie Welt wollten, sagte Elke Koller vom Internationalen Versöhnungsbund als Veranstalter des Ostermarsches. Man müsse der Bundesregierung klarmachen, dass "wir den Abzug der Bomben aus Büchel erwarten", hieß es in einem Flugblatt der Veranstalter.

Die Demonstranten forderten zudem "ernsthafte Abrüstungsbemühungen, die Einstellung von Rüstungsexporten und Auslandseinsätzen der Bundeswehr und eine humane Außenpolitik". Die Ostermarschierer waren am Mittag im Gewerbegebiet gestartet und hatten sich anschließend zu einer Kundgebung vor dem Haupttor des Luftwaffenstützpunkts versammelt.

Aktionen in 30 Städten

Insgesamt fanden zum Abschluss der Ostermärsche am Montag Aktionen in mehr als 30 Städten statt. Bei der größten Veranstaltung auf dem Frankfurter Römerberg forderten rund 4.000 Aktivisten aus Frankfurt, Darmstadt und Offenbach eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union und einen Stopp aller Waffenexporte.

An den diesjährigen Ostermärschen hätten sich deutlich mehr Menschen als im vergangenen Jahr beteiligt, sagte Willi van Ooyen, der Sprecher Infostelle Ostermarsch in Frankfurt/Main. Zehntausende hätten seit Karfreitag ein Zeichen des Protestes gegen weltweite Kriege und die Politik der Aufrüstung gesetzt. Bei den Aktionen unter dem Motto "abrüsten statt aufrüsten" sei deutlich geworden, dass die Friedensbewegung die ablehnende Haltung der Mehrheit der Bevölkerung gegen Krieg und Militarismus widerspiegele.

Marsch von Kaiserslautern nach Ramstein

Bereits am Samstag hatten zahlreiche Menschen u.a. in Rheinland-Pfalz an Ostermärschen teilgenommen. Etwa 200 Teilnehmer wurden beim Ostermarsch Mainz-Wiesbaden gezählt, ebensoviele bei der Veranstaltung in Kaiserslautern. Dieser Marsch führte von der Kaiserslauterer Innenstadt zu dem Gedenkstein vor der Air-Base in Ramstein, wo ein Friedensgebet stattfand.