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Vollsperrung der B420 in Nierstein Das wird heftig!

Die B420 wird in Nierstein ab 2020 für zwei Jahre voll gesperrt. Eine Bahnüberführung muss neu gebaut werden. Das Problem: Wohin mit 14.000 Autos täglich?

Der Bahnübergang in Nierstein, wie er zurzeit aussieht

So sieht die Bahnüberführung in Nierstein gerade aus

Die Bahnüberführung liegt in Nierstein direkt an der Einmündung zur B9. Die Brücke wurde vor mehr als 100 Jahren gebaut, das Mauerwerk ist nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in einem sehr schlechten Zustand. Sanieren mache keinen Sinn mehr. Der Bahnübergang muss daher komplett neu gebaut werden, 2020 soll es losgehen. Autos sollen zukünftig auf drei Spuren darunter durchfahren können.

14.000 Autos jeden Tag

Der Neubau ist laut LBM nur möglich, wenn die B420 voll gesperrt wird. 14.000 Autos fahren dort jeden Tag entlang, davon mehr als die Hälfte ins und aus dem Stadtgebiet Nierstein. Der Pendlerverkehr soll nach ersten Plänen über die Wörrstadter Straße, die parallel zur B420 verläuft umgeleitet werden.

Große Belastung für Wörrstadter Straße

Der LBM geht davon aus, dass dort dann bis zu 10.000 mehr Autos jeden Tag entlang fahren. Deswegen soll die Einmündung der Wörrstadter Straße in die B9 ausgebaut werden. Für die Pendler Richtung Mainz soll es am Bahnübergang eine Ampel geben. Außerdem soll der Verkehr großräumig umgeleitet werden.

Arbeitskreise der Stadt und Verbandsgemeinde

Zwei Arbeitskreise kümmern sich jetzt darum, wie genau der städtische und überörtliche Verkehr verlagert werden kann. Die Leitung haben der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Klaus Penzer und Niersteins Bürgermeister Thomas Günther übernommen. Nächstes Jahr um diese Zeit soll ein detailliertes Konzept vorliegen, denn eins ist klar: der Neubau des Niersteiner Bahnübergangs wird eine Belastungsprobe für alle Autofahrer in Rheinhessen.