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Sanierung der Mainzer Heuss-Brücke Ab Dienstag wieder alles beim Alten

Seit Wochen ist die Theodor-Heuss-Brücke, die Mainz und Wiesbaden verbindet, in beide Richtungen nur einspurig befahrbar. Doch die Arbeiten an der Fahrbahn sind abgeschlossen - und die Rückkehr zur Normalität ist in Sicht.

Blick im Morgengrauen auf die Theodor-Heuss-Brücke von der Mainzer Seite aus.

Seit Dienstagmorgen ist die Theodor-Heuss-Brücke wieder frei (Archivbild).

Die für die Sanierung verantwortliche Stadt Wiesbaden teilte per Twitter mit, dass die Vollsperrung, die seit Samstagnacht andauerte, aufgehoben ist. Der Verkehr kann wieder über die Brücke rollen - allerdings, wie in den Wochen zuvor, auf insgesamt nur zwei Spuren. Denn für Restarbeiten muss die Teilsperrung der Brücke auch am Montag noch bestehen bleiben. Somit müssen sich Autofahrer zum Ende der Sommerferien auf massive Behinderungen im Berufsverkehr einstellen.

In der Nacht zum Dienstag soll es damit dann aber vorbei sein: Dann werden den Angaben der Stadt Wiesbaden zufolge wieder alle vier Fahrspuren freigegeben - und auch der neue Geh-und Radweg in Richtung Mainz soll seiner Bestimmung übergeben werden.

Nur Notfallspur am Sonntag

Am Sonntag stand während der Vollsperrung nur eine Notfallspur für Busse und Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, da auf den Fahrbahnen in Richtung Mainz ein neuer Belag aufgetragen wurde. Um Unfälle zu verhindern, wurde der Verkehr durch eine Ampelanlage geregelt. Ursprünglich sollte der Belag bereits am vergangenen Wochenende aufgetragen werden - das schlechte Wetter machte das allerdings unmöglich.

Nach Abschluss der Fahrbahn- und Gehwegsanierung wird an der Unterseite der Brücke weitergearbeitet. Nach Angaben der Stadt Wiesbaden soll dort der Vogeleinflugschutz erneuert werden. Dabei werden beschädigte Drahtnetze entfernt und durch stabileres Material aus verzinktem Lochblech ersetzt. Gearbeitet wird tagsüber zwischen 9 Uhr und 15 Uhr. Auf den Verkehr sollte das allerdings keine Auswirkungen haben.

Die Theodor-Heuss-Brücke wurde von dem Architekten Friedrich von Thiersch gebaut und wurde im Jahr 1885 fertig. Die Baukosten betrugen knapp vier Millionen Mark. Dieser Betrag wurde mit Hilfe eines Brückenzolls refinanziert. So mussten Fußgänger zum Beispiel vier Pfennig bezahlen, wer eine Ziege oder ein Schwein auf die andere Seite trieb, zahlte einen Pfennig. Das Brückengeld wurde 1912 abgeschafft.

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