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Teure Sanierung des Taubertsbergbades Bund der Steuerzahler kritisiert Stadt Mainz

Die Renovierung des insolventen Taubertsbergbades kostet nach Angaben der Stadt Mainz bis zu 18 Millionen Euro mehr. Der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz wirft den Verantwortlichen Versäumnisse vor.

Der Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz René Quante sagte dem SWR, die Stadt Mainz habe es versäumt, den ehemaligen Pächter zu kontrollieren. Dieser habe das Bad "auf Verschleiß gefahren".

Allerdings sei die Sanierung des Taubertsbergbades mit bis zu 22 Millionen Euro Gesamtkosten die beste unter den schlechten Lösungen. Ein Neubau, so Quante, würde fast doppelt so viel kosten.

CDU kritisiert Pläne

Auch die CDU-Fraktion im Mainzer Stadtrat hält den Plan zur Rettung des Taubertsbergbades noch für unzureichend. Finanzdezernent Günter Beck (Die Grünen) hatte am Dienstag im Finanzausschuss erklärt, dass die Stadtwerke das Taubertsbergbad zum Ende des Jahres mit ihrer Tochtergesellschaft der Mainzer Bad GmbH übernehmen sollen. CDU-Fraktionsvorsitzender Hannsgeorg Schönig kritisiert das Geschäftsmodell.

Es sei in der jetzigen Form unvollständig, da es weder eine Strategie noch finanzielle Prognosen beinhalte, wie es mit dem Bad weitergehen könne. Das sei aber entscheidend für ein tragfähiges Konzept, so der CDU-Politiker.

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Sanierung Taubertsbergbad

Betreiber investierte nichts

Das Taubertsbergbad gehört der Stadt Mainz. Betrieben wurde es bis letzes Jahr von einem Stuttgarter Unternehmen, das kaum Geld in Reparaturen steckte und im Herbst 2016 Insolvenz anmeldete. Seitdem kommt die Stadt Mainz für die Sanierung auf. Nach Angaben von Beck wurden die Ausgaben bislang auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt, nun sollen weitere Millionen folgen.

Mehrkosten: 12 bis 18 Millionen Euro

Beck sagte dem SWR, dass zum Beispiel das Dach des Bades komplett saniert werden müsse. Dass alleine koste rund zwei Millionen Euro. Außerdem müsse die technische Anlage überholt werden, das schlage mit etwa drei Millionen Euro zu Buche. Alles in allem schätzt der Finanzdezernent die Mehrkosten auf 12 bis 18 Millionen Euro.

Sauna bleibt geschlossen

Die Sauna und das Erlebnisbad werden bereits saniert. Diese Bereiche sind für Besucher geschlossen. Nach Angaben des Finanzdezernenten sind die Sanierungsarbeiten dort dermaßen aufwendig, dass die Sauna nicht wie geplant am 1. Dezember 2017 öffnen kann.

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