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Billigairlines am Flughafen Frankfurt Fluglärmgegner empört

Die Pläne am Frankfurter Flughafen, mehr Billigairlines anzusiedeln, stößt bei Fluglärmgegnern in Mainz auf Unverständnis. Sie befürchten noch mehr Fluglärm in der Region.

Visualisierung des geplanten Terminal 3 am Frankfurter Flughafen

So soll das neue Terminal 3 aussehen

Ein Sprecher der Initiative gegen Fluglärm Mainz ist der Meinung, dass der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport nur deswegen Billigairlines anlocke, um mehr Flugbewegungen und Passagiere zu bekommen. Nur so könne Fraport das neue Terminal 3 rechtfertigen, so der Sprecher weiter. Das Terminal sei vor Jahren genehmigt worden, weil Fraport deutlich mehr Flugverkehr vorhergesagt hatte.

Gegner halten Projekt für "Wahnsinn"

Sowohl die Zahlen der Flugbewegungen (2016: 463.000) als auch der Passagiere (2016: rund 61 Millionen) stagnieren momentan. Fraport will laut Medienberichten das Terminal 3 vorzeitig erweitern. Der Neubau soll angeblich für Billigflieger gedacht sein und 12 Millionen zusätzliche Passagiere anlocken. Fluglärmgegner entgegnen, das Terminal 3 noch zu erweitern sei ein Wahnsinn für Region und Umwelt. Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) solle den Ausbau ablehnen, so ihre Forderung. Auch die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert das Vorhaben.

Bau des Terminal 3 läuft planmäßig

Unterdessen bringt Fraport den Neubau des Terminal 3 voran. Bei den bisherigen Baumaßnahmen liege man im Plan, erklärte Vorstandschef Stefan Schulte Mitte März. Nach dem Ausheben der Baugrube werde derzeit die Zufahrtsrampe gebaut. Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von rund drei Milliarden Euro. Das Terminal im Süden des Flughafengeländes soll im Jahr 2023 öffnen und Platz für jährlich 14 Millionen Passagiere bieten.

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