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Nach Insolvenz der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr Investor für Kurhaus gefunden?

Ein Investor aus der Region will offenbar das Kurhaus von der insolventen Aktiengesellschaft Bad Neuenahr kaufen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters werden die Gläubiger dem Verkauf vermutlich zustimmen.

Das Spielcasino in Bad Neuenahr-Ahrweiler von außen

Die Spielbank in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Archivbild)

Die Gläubiger seien prinzipiell damit einverstanden, das Kurhaus und rund 60 weitere Immobilien in Bad Neuenahr-Ahrweiler an den Investor zu verkaufen, obwohl sie dabei Verluste hinnehmen müssen.

Noch sei unklar, welche Pläne der Investor mit den Immobilien hat. Der Erlös aus dem Verkauf werde aber nicht reichen, um die Schulden der Aktiengesellschaft bei den Gläubigern vollständig zu tilgen, so der Insolvenzverwalter. Die Aktionäre gingen leer aus. Denn ein Tunnel zwischen Thermalbad und den Ahr-Thermen müsse zurückgebaut werden. Das verursache hohe Kosten. Außerdem müsse der Investor vermutlich Zuschüsse an das Land zurückzahlen, das den Tunnel mit rund 2 Millionen Euro subventioniert hatte. Der Insolvenzverwalter teilte weiter mit, momentan schreibe die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr schwarze Zahlen.

Für Kurbetrieb zuständig

Im August 2015 hatte die AG Insolvenz angemeldet. Sie war früher für den Kurbetrieb und den Betrieb einer Seniorenresidenz in Bad Neuenahr zuständig. Seit mehreren Jahren versuchte die Aktiengesellschaft ihre Bilanzen mit Verkäufen zu verbessern. Sie verkaufte die Ahrthermen, den Kurpark und andere Liegenschaften an die Stadt. Diese Maßnahmen blieben allerdings erfolglos.

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