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Nach Sturz in Riedener Waldsee "Jacqueline" wieder wohlauf

Die Hirschkuh war durchs Eis gebrochen, fast ertrunken und stark unterkühlt. Doch jetzt gibt es Entwarnung. Das Tier aus den Wäldern bei Rieden hat die Nacht nach seinem Unfall überlebt.

Das Tier sei heute wieder ausgewildert worden, sagte Tierärztin Maike Berttram. Sie hatte sich auf ihrem Hof in Plaidt um "Jacqueline" gekümmert und sie wieder aufgepäppelt. Die Rettungskräfte der Feuerwehr hatten die Hirschkuh so getauft, nachdem sie das Tier aus dem eiskalten Waldsee in Rieden befreit hatten.

Bei Kontrollgang entdeckt

Ein Gemeindemitarbeiter hatte die Feuerwehr alarmiert, nachdem er "Jacqueline" bei seinem morgendlichen Kontrollgang im Waldsee entdeckt hatte. Mit zehn Einsatzkräften schlugen die Retter einen Weg ins Eis. Danach fingen sie die Hirschkuh mit einem Rettungsring und einem Seil ein und zogen sie an Land.

Eine Nacht beim Tierarzt

Völlig unterkühlt kam das etwa 150 Kilogramm schwere Tier dann zur Tierärztin, die die Hirschkuh mit Decken und Rotlichtlampe wärmte. Der Zustand der Hirschkuh sei sehr kritisch gewesen, beschreibt Berttram. Die Körpertemperatur habe nur noch bei knapp 32 Grad Celsius gelegen, zwei Grad weniger und sie wäre erfroren.

Doch Jacqueline schaffte das Wunder. Am Morgen nach ihrem Unfall hatte sie wieder normale 38, 4 Grad Körpertemperatur und konnte anschließend wieder in ihren Wald zurückkehren.

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