Bitte warten...

Katwarn-Probealarm in Rheinland-Pfalz Ministerium zieht positive Bilanz

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Rheinland-Pfalz das Katastrophenwarnsystem Katwarn getestet - bei rund 440.000 Menschen im Land. Am Dienstag zog das Innenministerium Bilanz.

Montage: Katwarn-Icon, Sonderfall-Meldung der Warn-App Katwarnauf dem Display eines Smartphones und Hand mit Smartphone

Probealarm aufs Handy

Der landesweite Probealarm sei ohne Probleme verlaufen, teilte Ministeriumssprecher Joachim Winkler mit. Der Alarm am Montag sei innerhalb von einer Minute verarbeitet worden, es habe keine Technikausfälle gegeben, so Winkler. Kleinere technische Probleme bei Herstellern einzelner Smartphones seien schon länger bekannt und in Arbeit.

Weil nicht alle Kreise und Städte bei Katwarn mitmachen, hatte die Behörde ADD zusätzlich landesweit Alarm ausgelöst. Der Service soll etwa bei Hochwasser, Großbränden oder Anschlägen warnen.

Angehörige im Ernstfall schützen

"Wir wollen mit der ergänzenden Warnung sicherstellen, dass jede registrierte Nutzerin beziehungsweise jeder registrierte Nutzer von Katwarn auch eine Nachricht auf dem mobilen Endgerät erhält. Wer gewarnt ist, kann sich und seine Angehörigen im Ernstfall schützen", hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) für die kostenlose App geworben. Probealarme seien nicht nur wichtig, um die Funktion des Systems zu prüfen, erklärte Lewentz. Beim Nutzer würde die Warn-App so auch im Bewusstsein bleiben.

Ortsgenaue Warnungen

Das Besondere an Katwarn: Es sendet Warnungen ortsgenau, das heißt nur an die Nutzer, die wirklich betroffen sind. Dafür nutzt das System eine spezielle Ortungsfunktion von Smartphones, die sich auch bei ausgeschalteter App im Hintergrund aktualisiert. Katwarn dient dazu, die Bevölkerung zum Beispiel vor Hochwasser, Großbränden, Chemieunfällen oder Anschlägen zu warnen. Das System wird dreimal im Jahr getestet. Beim vorangegangen Test im April hatte es in einigen Landesteilen eine kurze Verzögerung gegeben.

Aktuell in Rheinland-pfalz