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Fritz-Walter-Stadion für FCK zu teuer Kaiserslauterer Stadtrat senkt Stadionmiete

Die Stadt Kaiserslautern senkt die Miete für das Fritz-Walter-Stadion. Das hat der Stadtrat am Dienstagabend beschlossen. Damit sind die Weichen für eine finanzielle Entlastung des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten gestellt.

Aufsichtsratswahl FCK

Der Stadionbau zur WM 2006 hat zum Minus beim FCK beigetragen

Bei 40 Stimmen der Fraktionen von SPD, CDU, FDP, FWG und FBU gab es nur zehn Stimmen der Grünen und der Linkspartei dagegen. Dem Antrag des 1. FC Kaiserslautern, die Pacht in der 2. Bundesliga von 3,2 Millionen Euro pro Jahr auf 2,4 Millionen Euro zu senken, wurde somit zugestimmt. Wenn der Verein in die 3. Liga absteigen würde, müsste er nur noch 425.000 Euro zahlen. "Wir wollen dem FCK nicht die Luft zur Weiterentwicklung nehmen", begründete Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) den Schritt für die finanziell gebeutelte Stadt.

Das Konzept sieht vor, dass die Stadiongesellschaft zum Ausgleich ihrer Kosten eine Finanzspritze der Stadt erhalten wird. Die Gesellschaft benötigt pro Jahr 3,2 Millionen Euro. Allein 2,95 Millionen Euro gehen für Zinsen drauf. Die verbesserte Einnahmesituation der Kommune und eine Erhöhung der Vergnügungssteuer sollen beim Schließen der Lücke helfen.

Fraktionen fordern Beteiligung des Landes

Mehrere Fraktionen forderten zudem eine Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz. Von einer Anhebung der Grundsteuer hatte das Rathaus nach heftiger Kritik unter anderem von Seiten des Bundes der Steuerzahler abgesehen. Der Plan sieht zudem eine Zusatzpacht von 100.000 Euro in der dritten Liga vor, wenn im Schnitt mindestens 19.000 zahlende Zuschauer kommen. Derzeit liegt er bei etwa 21.000.

Die Regelung ist zunächst nur auf die kommenden beiden Spielzeiten befristet ist. Bei einer Rückkehr des 1. FC Kaiserslautern in die Bundesliga würde sich die Pacht an der Höhe der Fernsehgelder orientieren.

Das Fritz-Walter-Stadion gehört seit 2003 der städtischen Stadiongesellschaft. Damals konnte der Verein seinen Anteil am Ausbau der Arena für die Fußball-WM 2006 nicht mehr schultern. Die Stadt sprang mit Hilfe des Landes ein und nahm einen Kredit in Höhe von 65 Millionen Euro auf, um den Ausbau zu vollenden.