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Das Jahr 2015 in der Westpfalz Flüchtlingsstrom ebbt nicht ab

Kriege in aller Welt treiben seit Monaten Flüchtlinge zu uns in die Westpfalz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gibt es so etwas wie einen Alltag in den Erstaufnahmeeinrichtungen.

Flüchtlingsunterkunft in Kusel

In Kusel sind die Flüchtlinge u.a. in einer Turnhalle untergebracht.

"What's your name?" - eine Standardfrage von den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die Flüchtlinge in der Westpfalz betreuen. Keine einfache Aufgabe, meint eine Mitarbeiterin in der Erstaufnahmeeinrichtung in Kusel: "Das Problem ist die Sprachbarriere. Es kommt alle paar Minuten einer, der fragt, wann er sein Geld kriegt, ob er irgendwie helfen kann, wann der nächste Arzt kommt..."

Leerstehendes Hotel Europa

Im ehemaligen Hotel Europa auf dem Flughafengelände leben zurzeit rund 300 Flüchtlinge.

Dringend Personal gesucht

Gefragte Leute in diesen Tagen sind Dolmetscher, die Arabisch können. Mario Sauder vom Deutschen Roten Kreuz in Zweibrücken hatte welche gefunden: "Wir haben zwei arabisch sprechende Mitarbeiter, die haben den großen Vorteil: Sie kennen sich in den Kulturen aus."

Qualifiziertes Personal zu finden, das war und ist offenbar nicht ganz einfach. Tassilo Wilhelm vom Arbeiter Samariter Bund in Zweibrücken betreut die zweite Flüchtlingsunterkunft in Zweibrücken, im ehemaligen Hotel Europa auf dem Flughafen Zweibrücken. Er sagt, für die Ambulanzstation in der Aufnahmeeinrichtung benötige er dringend Pflegekräfte bzw. Rettungsassistenten.

Flüchtlingskinder

Diese Flüchtlingskinder haben in Zweibrücken eine neue Heimat gefunden.

Zelte sind fast alle abgebaut

Nach den ersten Wochen voller Improvisation ist in den meisten Unterkünften inzwischen Alltag eingekehrt. In Kusel sind beispielsweise noch vor Weihnachten die ersten Asylbewerber in die renovierten ehemaligen Bundeswehr-Unterkünfte eingezogen. Das Zelt hat als Unterkunft ausgedient. Wenn jetzt die frühere Bundeswehr-Kantine noch fertig ist, kann auch das Essens-Zelt abgebaut werden.

Aktuell über 1.000 Flüchtlinge

Zurzeit leben in Kusel noch 325 Flüchtlinge - es waren zwischenzeitlich schon doppelt so viele. In Meisenheim werden aktuell rund 100 Asylbewerber betreut, in den beiden Einrichtungen in Zweibrücken sind es rund 650. Hier wartet aber das nächste Problem auf eine Lösung: Die ehemalige Abflughalle muss bis Ende Januar geräumt sein, dann sollen rund 370 Flüchtlinge in ein Containerdorf umziehen.