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Ermittler nennen neue Details Zweite Blackbox bestätigt Absturz-Absicht

Die zweite Blackbox hat das bisher Vermutete bestätigt: Wie die Ermittler mitteilten, belegen die ausgewerteten Daten, dass der Co-Pilot die Germanwings-Maschine absichtlich abstürzen ließ.

Search and rescue workers collecting debris at the crash site of the Germanwings Airbus A320 in the French Alps, above the town of Seyne-les-Alpes, southeastern France, 31 March 2015.

Bei den Bergungsarbeiten an der Absturzstelle wurde am Donnerstag der zweite Flugdatenschreiber gefunden (Archivbild)

In einer Mitteilung der französischen Luftfahrtermittlungsbehörde BEA vom Freitag heißt es, die Ermittler hätten noch am Donnerstagabend mit der Auswertung begonnen. Erste Ergebnisse zeigten, dass der im Cockpit anwesende Co-Pilot Andreas L. den Autopiloten genutzt habe, um das Flugzeug in einen Sinkflug auf eine Höhe von 100 Fuß (rund 30 Meter) zu bringen.

Anschließend habe der 27-Jährige noch während des Sinkflugs mehrfach die Einstellungen des Autopiloten geändert, um die Geschwindigkeit des sinkenden Flugzeugs zu erhöhen. Die Ermittler würden die Auswertung des Flugschreibers nun fortsetzen, um den präzisen faktischen Ablauf des Flugs festzustellen.

150 Todesopfer

Der Germanwings-Airbus A320 war am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. Dabei kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Nach Auswertung des am Unglückstag geborgenen Stimmenrekorders der Maschine hatte der Staatsanwalt von Marseille erklärt, der Co-Pilot Andreas L. habe die Maschine vermutlich absichtlich zum Absturz gebracht.

Der 27-Jährige war in der Vergangenheit wegen schwerer psychischer Probleme mit Suizidgefahr behandelt worden. Laut der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte er sich erst kürzlich im Internet über Möglichkeiten einer Selbsttötung informiert.