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Der erste offizielle Kandidat: Der nordrhein-westfälische CDU-Politiker Norbert Röttgen bewirbt sich um den Parteivorsitz. Das hat sein Büro in Berlin mitgeteilt.

Der frühere Fraktionschef Friedrich Merz, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet - sie alle gelten als mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer für den Vorsitz der CDU.

Röttgen wagt sich als erster aus der Deckung

Mit Norbert Röttgen hatte man nicht unbedingt gerechnet und doch wagt sich der frühere Bundesumweltminister als erster aus der Deckung. Der 1965 in Meckenheim bei Bonn geborene Jurist trat 1982 in die CDU ein. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Es gehe ihm um die christlich-demokratische Idee von der Zukunft Deutschlands, sagte Röttgen am Vormittag. Davon habe er seit der Rückzugsankündigung Kramp-Karrenbauers wenig gehört. Deshalb kandidiere er. Röttgen sprach sich auch dafür aus, die Entscheidung über den Parteivorsitz der CDU deutlich vor der Sommerpause zu treffen. Bis Dezember zu warten, wie bisher geplant, sei unvorstellbar.

Drei Jahre lang Bundesumweltminister

Röttgen war unter anderem Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion und drei Jahre lang Bundesumweltminister. 2012 wurde er von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus diesem Amt entlassen, nachdem er bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gescheitert war.

Als ein Grund für die Niederlage damals galt die Aussage Röttgens, nicht als Oppositionsführer in den Landtag einziehen zu wollen, sondern nur als Ministerpräsident. Seit 2014 ist Röttgen Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und gilt als der CDU-Experte für Außenpolitik.

AKK trifft sich mit mögliche Kandidaten

Die scheidende Parteichefin Kramp-Karrenbauer trifft sich heute mit dem früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz, um das weitere Vorgehen bei der Kandidatensuche für CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur zu erörtern. Aus seinem Umfeld verlautete bereits, dass Merz zu einer Kandidatur entschlossen sei.

Mit Laschet und Spahn will sich Kramp-Karrenbauer am Mittwoch zu getrennten Gesprächen treffen. Wie Röttgen stammen die anderen voraussichtlichen Bewerber aus Nordrhein-Westfalen.

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