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Wo stehen wir in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie? RKI-Chef Lothar Wieler gibt eine Einschätzung.

Derzeit ist nach Worten von Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, noch keine gesicherte Aussage möglich, ob sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt hat. Es gebe große regionale Unterschiede. Manchen Städten mit einem "großen Ausbruchsgeschehen" sei es gelungen, dieses unter Kontrollle zu bringen.

"Wir sind alle gefordert mitzumachen, die Epidemie zu bekämpfen", sagte Wieler. "Dazu gehört, dass wir Abstand halten" und sich auch alle an die drei Säulen der Virus-Bekämpfung halten.
Im Video erläutert Wieler noch einmal im Detail die drei Säulen - diese sind:
- Eindämmung
- Schutz der vulnerablen Gruppen
- Versorgungskapazitäten erhöhen

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Bereits am Mittwoch machte Wieler auf einer Pressekonferenz in Berlin deutlich: "Wir sind am Anfang der Epidemie." Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an.

RKI-Chef Wieler: In Deutschland wurde frühzeitig auf Corona getestet

Er sei aber optimistisch, dass die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens greifen würden. Dass es bisher verhältnismäßig wenige Tote in Deutschland gebe, liege zum Teil daran, dass früh getestet worden sei, erklärte Wieler.

Deshalb habe man den Erreger vergleichsweise früh entdecken können und es habe viele milde Fälle gegeben. Zudem seien in Deutschland nicht so viele alte Menschen erkrankt.

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Corona-Tests nur gezielt, um Ressourcen zu schonen

Wieler forderte, dass künftig grundsätzlich nur Menschen mit typischen Symptomen getestet werden sollen. Das schone die Ressourcen der Labore, sagte der RKI-Chef: "Wir müssen diese Tests strategisch gezielt einsetzen." Wer nur leichte Zeichen einer Krankheit habe, solle einfach zu Hause bleiben.

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Die Vorgaben für Tests hat das RKI inzwischen geändert: Patienten müssen nicht mehr in einem amtlich ausgewiesenen Risiko-Gebiet gewesen sein, um sich testen zu lassen. Wieler sagte, angesichts der Ausbreitung des Virus mache es keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden.

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