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Der Wintereinbruch in Rheinland-Pfalz sorgt bei den Winterdiensten für Hochbetrieb. Die Baumärkte verzeichnen gleichzeitig einen Ansturm auf Streugut, aber auch Schlitten.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Rheinland-Pfalz bereitet sich jedes Jahr auf mögliche Wintereinbrüche vor. Die rund 130 Salzhallen und Silos bei den Straßenmeistereien des LBM können mehr als 105.000 Tonnen Streusalz lagern. Zu Beginn des Winters verkündete der LBM, dass die Vorräte aufgefüllt seien.

Nach Angaben des LBM sorgen 1.600 Mitarbeiter in 57 Straßen- und 13 Autobahnmeistereien dafür, dass 877 Kilometer Bundesautobahn und rund 17.000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz auch bei Eis und Schnee befahrbar bleiben. Dafür stünden 570 Winterdienstfahrzeuge bereit.

Stand jetzt: Winter über dem Durchschnitt

Nach dem Wintereinbruch der vergangenen Tage kann der LBM zwar noch nicht sagen, in welchem Umfang ihre Mitarbeiter gefordert waren, da die Auswertung der Menge an verwendetem Salz und Einsatzzeit der Mitarbeitenden erst nach dem Ende des Winters erfolgt.

Jedoch sagte eine Mitarbeiterin auf SWR-Anfrage, dass "dass wir in der Betrachtung der Winterperiode Oktober 2020 bis Ende Januar 2021 aktuell leicht über einem Durchschnittswinter liegen". Auch ein extremer Winter in den Monaten Februar und März bereite aber keine Probleme, da die Hallen gut gefüllt und Nachlieferungen gesichert seien.

Salz-Vorräte der Baumärkte fast aufgebraucht

Das sieht bei den Baumärkten aktuell anders aus. Wie ein Sprecher von Hornbach mit Sitz im rheinland-pfälzischen Bornheim mitteilt, sei in vielen Märkten der Vorrat an Streusalz aufgebraucht. Jedoch könne mit Spielsand oder sehr feinem Split ausgeholfen werden.

Ein weiteres Problem sei, dass die Kunden aufgrund der Corona-Regeln die Hilfsmittel zum Schneeräumen, wie alles andere auch, online reservieren müssten und einen Zeitslot bekommen, wann sie die Waren abholen können. Diese Zeitfenster seien auch stark nachgefragt, so der Sprecher.

Corona-Pandemie beeinflusst Lieferketten

Während er bei Streugut damit rechnet, dass zeitnah Nachschub in die Märkte geliefert wird, hat er in einem anderen Segment schlechtere Nachrichten. Auch Schlitten seien extrem gefragt und da rechnet er nicht damit, dass so schnell nachgeliefert werden kann.

Auch der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (HBH) bestätigt, dass es in Baumärkten Engpässen bei Streugut und anderen Utensilien, wie Schneeschaufeln, gibt, obwohl die Vorräte vor dem Wintereinbruch ausreichend gefüllt gewesen seien. Das liege unter anderem daran, dass durch die Corona-Pandemie Lieferketten nicht perfekt funktionierten.

Keine Personalsorgen beim LBM wegen Corona

Auch den LBM stellte Corona vor neue Herausforderungen. Schon vor der Saison wurden die Mitarbeiter in zwei feste Gruppen unterteilt, damit bei Infektionen möglichst wenige Mitarbeiter ausfielen. Die Gruppen fangen ihren Dienst versetzt an, so die Sprecherin. "Diese Arbeitsweise funktioniert gut; Totalausfälle gab es bisher nicht. Der Winterdienst konnte bisher in gewohnter Qualität geleistet werden."

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