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Seit einem Monat läuft an den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz wieder der Regelbetrieb. Eine erste Bilanz von Eltern und Trägern fällt überwiegend positiv aus.

"Das war der richtige Schritt und ingesamt funktioniert es", sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses der Kitas, Andreas Winheller. Die gemeinsam mit dem Bildungsministerium aufgestellten Leitlinien hätten sich als praxistauglich bewährt. "In der großen Mehrzahl der Kitas haben wir eine ganz ordentliche Umsetzung ", so Winheller weiter.

Strukturelle Probleme noch verschärft

Die Corona-Krise habe aber auch bestehende Probleme verstärkt: "Wo wir vor Corona Personalprobleme hatten und Stellen unbesetzt sind, ist die Situation unter den Corona-Bedingungen noch deutlich schärfer geworden." Strukturelle Probleme vor Ort könne auch das engagierteste Kita-Team nicht auffangen. Und Eltern stünden vor besonderen Herausforderungen, wenn sie hinsichtlich der Kinderbetreuung unter dem Druck von Arbeitgebern stünden, in beengten Wohnverhältnissen lebten oder in der Corona-Situation in Existenzängste gerieten.

Der geschäftsführende Direktor des Landkreistags Rheinland-Pfalz, Burkhard Müller, sagte, es gebe bislang keine negativen Rückmeldungen zum Start des Kita-Regelbetriebs. "Bisher ist ein annähernder Normalbetrieb gelungen, auch wenn coronabedingt viele besondere Hygienevorschriften eingehalten werden müssen," fügte Karl-Heinz Frieden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes, hinzu.

Nicht nur Betreuung, auch Bildung

"Als es keine Kita gab, haben Kinder psychisch gelitten, weil sie nur zuhause saßen und keine Sozialkontakte hatten", so der Vorsitzende des Kinderschutzbunds Rheinland-Pfalz, Christian Zainhofer. Auch gehe es ja nicht nur um Betreuung, sondern auch um die kindliche Bildung. "Von daher sollte man diesen Weg definitiv weitergehen, solange dies vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens verantwortbar bleibt."

Nach Angaben des Bildungsministeriums sind von den rund 2.600 Kitas im Land zurzeit drei Einrichtungen aufgrund von Corona-Infektionen geschlossen.

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