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Der Beginn des Hochsommers hat nicht nur schöne Seiten: Mit den Temperaturen ist auch die Aktivität der Zecken gestiegen. 377 Borreliose-Fälle wurden 2020 in Rheinland-Pfalz bisher nachgewiesen.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden dem Landesuntersuchungsamt (LUA) für Rheinland-Pfalz nur 316 Fälle gemeldet, 1.185 Fälle im Jahr 2019 insgesamt.

Keine Impfung gegen Lyme-Borreliose

Bis zu 30 Prozent der Zecken sind laut Robert Koch-Institut (RKI) mit Borrelien infiziert, dem bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose. Die Erkrankung beginnt oft mit der Wanderröte um den Zeckenstich herum. Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit können hinzukommen. Im weiteren Verlauf kann es zu Nervenschmerzen und neurologischen Ausfällen sowie der Lyme-Arthritis kommen, bei der sich erst Monate bis Jahre nach der Infektion die Gelenke entzünden. Die Lyme-Borreliose sollte so früh wie möglich mit Antibiotika behandelt werden, eine Impfung gibt es nicht.

Auch die lebensbedrohliche Viruserkrankung Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) wird von Zecken übertragen. Hier sind die Fallzahlen in Rheinland-Pfalz deutlich geringer: In diesem Jahr hat es bisher laut LUA noch gar keinen Fall im Land gegeben. Im vergangenen Jahr gab es eine bestätigte Infektion. Nur der Kreis Birkenfeld gilt in Rheinland-Pfalz als FSME-Risikogebiet.

So kann man sich vor Zeckenstichen schützen

Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, empfiehlt das LUA lange Kleidung. Besonders auf hellen Kleidungsstücken könne man die Zecken gut erkennen. Nach einem Aufenthalt in der Natur oder im Garten solle zudem die Kleidung gewechselt und der Körper - vor allem Kniekehlen, Leistengegend, Armbeugen und Kopfhaut - nach Zecken abgesucht werden, so das LUA weiter. Insekten- und Zeckenabwehrmittel könnten zusätzlich auf die Haut aufgetragen werden, böten aber keinen umfassenden Schutz.

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