Eine Karte zeigt die aktuelle Zahl der Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa 136311300)

Entwicklung der Corona-Pandemie

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 57,6

STAND

In Rheinland-Pfalz sind die drei Leitindikatoren im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Es gilt weiter Warnstufe 1.

Das Landesuntersuchungsamt hat am Sonntag 146 Neuinfektionen registriert - nach 180 am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 57,6 (Vortag: 58,1). Ein weiterer Mensch ist im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben.

Jetzt drei Leitindikatoren

Seit Sonntag, den 12. September, gilt in Rheinland-Pfalz die neue Corona-Verordnung. Danach richten sich die Maßnahmen zum Schutz vor Corona nicht mehr nur an der Sieben-Tage-Inzidenz aus, vielmehr gibt es nun drei sogenannte Leitindikatoren - nämlich zusätzlich die Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivstationen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist die Zahl der Covid-Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Sie sank landesweit weiter leicht von 1,7 am Samstag auf jetzt 1,6. Bundesweit lag der bisherige Höchstwert um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Der dritte Leitindikator ist die Belegung der Intensivstationen. Diese Zahl besagt, wie viel Prozent der verfügbaren Betten auf Intensivstationen von Covid-19-Patienten belegt sind. Am Sonntag sind es 3,91 Prozent (Vortag: 4,15 Prozent).

In Rheinland-Pfalz gilt ein neues Corona-Warnsystem. Es gelten drei Warnsufen, die sich aus den Leitindikatoren Sieben-Tage-Inziden, Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate und dem Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen zusammensetzen. (Foto: SWR)

Warnstufe 1 in Rheinland-Pfalz

Für jeden der drei Leitindikatoren gibt es Schwellenwerte. Die Warnstufe 1 gilt bei niedrigen Werten automatisch, die Stufen 2 und 3 werden erreicht, wenn mindestens zwei der drei Leitindikatoren auf dem jeweiligen Level sind. Derzeit gilt in ganz Rheinland-Pfalz die Warnstufe 1.

Fallzahlen bei den Jüngeren weiter hoch, aber sinkend

Weiterhin werden deutlich mehr Infektionen unter Jüngeren registriert. In der Altersgruppe der unter 20-Jährigen liegt die Inzidenz bei 119,9 (Vortag; 121,4).

In der Gruppe der 20- bis 59-Jährigen sank der Wert von 58,4 auf jetzt 57,9. Bei den weitgehend geimpften über 60-Jährigen stieg die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz leicht - von 20,4 am Samstag auf 20,7 am Sonntag.

Inzidenz in Frankenthal am höchsten

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gab es in Frankenthal mit 127,2. Eine Inzidenz über 100 haben außerdem der Kreis Kaiserslautern sowie die Städte Neustadt an der Weinstraße und Worms. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Donnersbergkreis mit 18,5.


30 beatmete Corona-Patienten

64 Patienten in Rheinland-Pfalz sind so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie aktuell auf Intensivstationen behandelt werden. 30 von ihnen müssen beatmet werden. Das sind deutlich weniger als auf dem Höhepunkt der dritten Welle am 22. April. Damals lagen 182 Menschen auf den Intensivstationen im Land, 98 von ihnen wurden invasiv beatmet.

Allerdings lässt sich seit August wieder ein deutlicher Anstieg der Zahl beatmeter Corona-Intensivpatienten erkennen. So gab es am 6. August nur acht Fälle im Land.

Wie aus Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht, sind im Moment 240 Intensivbetten in Rheinland-Pfalz frei.

Übersicht von Beatmungsplätzen und Betten

Eine Übersicht fast aller Intensivstationen in Deutschland (DIVI) gibt das Robert Koch-Institut heraus. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss fast aller Kliniken in Deutschland mit Intensivstationen. Darüber können freie Beatmungsplätze in Kliniken registriert und abgefragt werden.

So viele Menschen sind in Rheinland-Pfalz schon geimpft

Gegen das Coronavirus wird in Rheinland-Pfalz seit Ende Dezember geimpft. Die folgenden Grafiken zeigen, wie viele Menschen eine erste und wie viele bereits eine zweite Impfung erhalten haben.

Bei Infektionsverdacht zentrale Nummer anrufen

Rheinland-Pfalz hat eine zentrale Telefon-Hotline für Patienten eingerichtet, die vermuten, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Service ist unter der Telefonnummer 0800 99 00 400 zu erreichen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Hotline-Mitarbeiter klären ab, ob bei Anrufern ein Corona-Test angebracht ist und vermitteln an die nächstgelegene Fieberambulanz.

Die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung ist für Menschen gedacht, die ihr Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen können. Sie bekommen über die Telefonnummer 116 117 einen Arzt vermittelt, der zu ihnen nach Hause kommt und dort den Corona-Test macht.

Rheinland-Pfalz

Aktuelle Lage im Land Corona-Live-Blog in RLP: Seehofer warnt vor Radikalisierung der "Querdenken"-Bewegung

In Rheinland-Pfalz gilt seit Sonntag, 12. September, eine neue Corona-Verordnung. Die Inzidenz ist nicht mehr allein ausschlaggebend für Einschränkungen im Alltag. Wichtig ist auch, wie viele Covid-Patienten im Krankenhaus sind, und wie hoch die Impfquote ist. Die aktuelle Entwicklung hier im Blog.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Was geht, was nicht? Diese Corona-Regeln gelten in Rheinland-Pfalz

Seit dem 12. September gilt in Rheinland-Pfalz die neue Corona-Verordnung. Wichtigstes Instrument zur Eindämmung des Coronavirus wird das "2G+"-System.  mehr...

Stuttgart, Mainz, Berlin

COVID-19: Impfungen im Südwesten Corona-Impfen: Aktuelle Zahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird seit Ende Dezember gegen das Coronavirus geimpft. Hier finden Sie die aktuellen Impfzahlen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN