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In Rheinland-Pfalz sind infolge des Coronavirus achtzehn Menschen gestorben. Das gab das Gesundheitsministerium am Sonntag bekannt. Die Zahl der nachweislich Infizierten stieg erneut an.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es 2.545 bestätigte Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz. Das sind 188 mehr als noch am Tag zuvor (8 Prozent).

Achtzehn Corona-Tote im Land

Inzwischen sind demnach achtzehn Todesfälle im Zuge der neuen Lungenkrankheit im Land bestätigt. Die meisten Infektionen gibt es im Kreis Mayen-Koblenz mit 214 bestätigten Fällen. Auch in Mainz (180), im Kreis Bad Dürkheim (160) sowie im Westerwaldkreis (131) sind die Zahlen der nachweislich Infizierten weiterhin vergleichsweise hoch. Besonders deutlich fiel die Veränderung in Mainz (+36) und Bad Dürkheim (+14) aus.

Bei Infektionsverdacht zentrale Nummer anrufen

Das Land hat eine zentrale Telefon-Hotline für Patienten eingerichtet, die vermuten, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Service ist seit Dienstagmittag unter der Telefonnummer 0800 99 00 400 zu erreichen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Beim DRK in Landau und in Mainz stehen jeweils zehn Mitarbeiter bereit. Die zusätzlichen Kapazitäten seien dringend nötig, weil die Telefonnummern des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und die für dringende Notfälle bestimmte 112 stark überlastet waren.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Die Hotline-Mitarbeiter klären ab, ob bei Anrufern ein Corona-Test angebracht ist und vermitteln an die nächstgelegene Fieberambulanz. Wichtig: Nur wer vorher bei der Hotline angerufen hat, wird in der Fieberambulanz getestet. Die bisherige Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung ist ab sofort nur noch für Menschen gedacht, die ihr Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen können. Sie bekommen über die Telefonnummer 116 117 einen Arzt vermittelt, der zu ihnen nach Hause kommt und dort den Corona-Test macht.

Bund und Land verschärfen Maßnahmen gegen Coronavirus

Bund und Länder hatten sich auf weitere Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mitteilte, gilt nun auch in Rheinland-Pfalz ein weitgehendes Kontaktverbot.

Menschen dürfen demnach sowohl im öffentlichen Raum als auch im häuslichen Umfeld nur noch in Begleitung einer weiteren Person unterwegs sein. Ausnahmen gebe es nur für Familien oder die Angehörigen des eigenen Hausstands. Die entsprechende Rechtsverordnung gilt seit 24. März (0.00 Uhr) und soll für mindestens zwei Wochen Bestand haben.

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