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Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Wissing (FDP) hat scharfe Kritik an der deutschen Impfkampagne gegen das Coronavirus geübt. Den entscheidenden Fehler habe die Bundesregierung begangen.

"Die Impfstoffbeschaffung war eine der größten Nachlässigkeiten der Bundesregierung", sagte Volker Wissing im SWR. Die Große Koalition habe diese Aufgabe im vergangenen Jahr an die EU-Kommission abgegeben, ohne sich weiter darum zu kümmern. "Das ist ein unverzeihlicher politischer Fehler."

Wenn der Impfstoff zu einem früheren Termin in ausreichender Menge bestellt worden wäre, hätten die Pharmaunternehmen auch größere Mengen liefern können, so Wissing. Es seien in erster Linie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) dafür verantwortlich.

Wissing: Impfhersteller von EU falsch ausgewählt

Wissing sieht zudem Versäumnisse bei der EU: "Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum wir von dem Impfstoff von Biontech, der einen sehr hohen Schutz bietet, auf europäischer Ebene wenig bestellt haben und von dem Impfstoff von AstraZeneca, der für die besonders Gefährdeten - die Älteren - gar nicht geeignet ist, eine größere Menge." Das ergebe alles keinen Sinn, sagte Wissing, der auch FDP-Generalsekretär ist.

Der Liberale hält den geplanten Impfgipfel zwischen Bund und Ländern für längst überfällig. Endlich werde der Schutz besonders gefährdeter Gruppen vorangetrieben, sagte Wissing. Die FDP habe das schon im Sommer gefordert.

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