Grüne und FDP drücken weiter aufs Tempo (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/FDP | Volker Wissing)

Grün-Gelbes Selfie nach Gesprächen

FDP-Landeschef Wissing: Selfie mit Grünen als Botschaft

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FDP und Grüne haben nach der Bundestagswahl ein erstes Gespräch über eine mögliche Koalition geführt. Dabei entstanden ist ein Selfie der Parteispitzen. Kann die Zusammenarbeit der beiden Parteien in RP ein Vorbild für den Bund sein?

Es ist DAS Foto nach der Bundestagswahl am Sonntag: die Grüne-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock mit dem Co-Partei-Vorsitzenden Robert Habeck und FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner mit FDP-Generalsekretär Volker Wissing aus Rheinland-Pfalz.

Nach gemeinsamen Gesprächen über eine mögliche Koalition haben alle vier Politiker es auf ihre Instagram-Kanäle mit identischem Text hochgeladen: "Auf der Suche nach einer neuen Regierung loten wir Gemeinsamkeiten und Brücken über Trennendes aus. Und finden sogar welche. Spannende Zeiten."

Auf der Suche nach einer neuen Regierung loten wir Gemeinsamkeiten und Brücken über Trennendes aus. Und finden sogar welche. Spannende Zeiten.

"Wir haben die Arbeit aufgenommen"

Volker Wissing sagte Mittwoch dazu: "Ich war früher in einer Foto-AG – was in der Schule gelernt wurde, ist irgendwann doch immer für etwas gut." Auf die Frage, welche Brücken zwischen Grün und Gelb schon gefunden wurden, gab es keine Antwort. Antworten gebe es, wenn etwas zu sagen sei, abgestimmt zwischen allen.

Man habe mit dem Bild verdeutlichen wollen: "Wir haben die Arbeit aufgenommen", so Wissing im Interview mit SWR Aktuell. Vertrauensvoll und vertraulich sollen die Gespräche sein, einen neuen Politikstil verspricht Wissing, ganz so wie in Rheinland-Pfalz bei den Verhandlungen über die Ampelkoalition. Die habe dann auch getragen vom Vertrauen fünf Jahre gehalten und so gut regiert, dass sie im Frühjahr wiedergewählt wurde.

In diesem rheinland-pfälzischen Geist geht es jetzt also in die weiteren Gespräche: am Freitag in größerer grün-gelber Runde. Für das Wochenende war das erste Gespräch mit der Union geplant, aber offenbar gibt es Terminschwierigkeiten, sagte Wissing am Mittwochabend im ZDF. Die Turbulenzen in der CDU hat natürlich nicht nur die FDP mitbekommen. Aber das Programm bestünde ja unabhängig von Personen, sagte Wissing, und da seien die Positionen zwischen Union und FDP näher beisammen als zwischen Liberalen, SPD und Grünen.

Am Sonntag trifft die FDP auf die SPD mit Malu Dreyer

Am Sonntag trifft Volker Wissing dann auf die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Denn die ist Teil der sozialdemokratischen Sondierungsgruppe. Da diese sechs Köpfe umfasst (neben Dreyer: der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, die beiden Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, Generalsekretär Lars Klingbeil und Fraktionschef Rolf Mützenich) wird auch die FDP-Gruppe wachsen (mit dem Parlamentarischen Geschäftsführer Marco Buschmann und den drei stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki, Nicola Beer und Johannes Vogel).

Nach diesen Gesprächen mit allen werde man sich dann ein Bild machen. Mal sehen, wie dann das Bild von Volker Wissing aussehen wird.

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