Eine dichte Wolkendecke hängt über der Moselschleife bei Trittenheim. Zwar ist es im Moment oft grau, doch der Winter in Rheinland-Pfalz war bislang auch deutlich zu warm. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Warten auf den Frühling

Winter in RLP war bislang zu warm - und bleibt es vorerst auch

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Das Wetter in Rheinland-Pfalz ist nichts Halbes und nichts Ganzes - und das seit Wochen. Kein Winter, kein Frühling und auch in den nächsten Tagen scheint sich das nicht zu ändern.

Mild aber grau, so zeigt sich der Februar bislang. Und das wird sich wohl so schnell nicht ändern. Vor allem am Sonntag lädt das Wetter nicht zum Spazierengehen ein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Rheinland-Pfalz Dauerregen voraus. Der kommt in einer seiner fiesen Varianten daher: "Der Regen kommt quer", sagte eine Meteorologin des DWD. Hinzu kommen stürmische Böen. Es soll bis zu zehn Grad warm werden.

Wintereinbruch in Rheinland-Pfalz nicht zu erwarten

Auch in den Tagen danach werde sich an den Temperaturen im Land wenig ändern, prognostiziert ARD-Meteorologe Karsten Schwanke. Für den Bereich Trier beispielsweise würden die Höchsttemperaturen in den nächsten zwei Wochen zwischen sechs und elf Grad verbleiben. Ein handfester Wintereinbruch in Rheinland-Pfalz sei nicht zu erwarten. "Wir bewegen uns im deutlich zu warmen Bereich", so Schwanke.

Antje Neufing (Foto: SWR, Wetter trist und nass in der Region Trier)
Wetter trist und nass in der Region Trier Wetter trist und nass in der Region Trier

In der Nacht auf Montag ist zumindest auch in tiefen Lagen Schneeregen möglich, am Tag dann nur noch im Bergland. Dazu sind sieben bis elf Grad im Flachland, und vier bis sechs Grad in den Bergen vorhergesagt. In diesem Bereich bewegen sich die Temperaturen laut DWD auch landesweit noch die ganze nächste Woche. Nur nachts könnte es Ende der Woche auch wieder Minustemperaturen geben.

Januar in RLP war zwei Grad zu warm

Wenig winterlich und zu warm war auch der Januar in diesem Jahr, sagt SWR-Wetterreporterin Kathrin Illig. So lag die Temperatur in Rheinland-Pfalz bei durchschnittlich 2,4 Grad. Zum Vergleich: In dem Zeitraum, der von Meteorologen oft als sogenannte Referenzperiode genutzt wird, nämlich zwischen 1961 und 1990, betrug die Durchschnittstemperatur 0,3 Grad. Der Wintereinbruch in der ersten Hälfte des Monats war nur von kurzer Dauer.

Beim Niederschlag gab es im Januar eine Ungleichbehandlung: "In der Pfalz war es zu trocken und im Hunsrück gab es Regen satt", so Illig. Insgesamt fielen 70 Liter pro Quadratmeter, was in etwa dem Wert der Referenzperiode entspricht (69 l/qm).

Trotz 15 Grad kaum Sonne im Dezember

Zu trocken war es hingegen zum Auftakt des meteorologischen Winters im Dezember. Außerdem war auch der Dezember wieder deutlich zu warm in Rheinland-Pfalz mit einer Durchschnittstemperatur von 3,6 Grad (Referenzperiode 1,3 Grad). Zum Ende des Jahres stiegen die Höchsttemperaturen sogar auf mehr als 15 Grad. Die Sonne hingegen zeigte sich selten, im Durchschnitt nur eine Stunde pro Tag. Damit war Rheinland-Pfalz laut DWD die zweitsonnenscheinärmste Region.

Wie es zum Ende des meteorologischen Winters in der zweiten Februarhälfte - auch mit Blick auf die Winterferien - aussehen wird, darüber will der DWD aktuell noch keine Prognose wagen. Sowohl die Menschen, die auf einen baldigen Frühlingsbeginn warten, als auch die, die Kälte und Schnee bevorzugen, können also noch hoffen. "Eine Aussage bezüglich des Frühlingsbeginns ist nicht möglich, denn selbst im März oder auch vereinzelt im April sind Winterrückfälle durchaus noch möglich", heißt es vom DWD.

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