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Der Winter hat zugeschlagen in Rheinland-Pfalz. Auf den Höhen kamen die Autofahrer ins Rutschen. Auf dem Erbeskopf im Hunsrück hatte die Polizei alle Hände voll zu tun, um Schneefans im Zaum zu halten.

Wegen Schneeglätte sind am Sonntagnachmittag mehrere Fahrzeuge in Rheinland-Pfalz verunglückt. Um wie viele Unfälle es sich dabei gehandelt hat, war einem Sprecher des Polizeipräsidiums Trier zufolge zunächst noch unklar.

In der Vulkaneifel wurden bei mehreren Unfällen sieben Menschen leicht verletzt. Bei einem der Unfälle im Bereich Dockweiler war nach Polizeiangaben ein Bus durch eine Windböe von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Busfahrer und fünf seiner Fahrgäste wurden verletzt und kamen vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus. Auch aus der Nähe von Kell am See an der Hunsrückhöhenstraße wurden Unfälle gemeldet. In den meisten Fällen seien am Sonntag die Insassen unverletzt geblieben, teilte der Sprecher weiter mit.

Nachdem es bereits an den Weihnachtsfeiertagen viele Menschen in den Schnee auf den Erbeskopf gezogen hatte, verhinderten die Sperren auch am Sonntag den Andrang nicht. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, kam es "zum wiederholten Male zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen rund um den Erbeskopf". Damit sich die Situation nicht noch verschärfe und Rettungswege blockiert würden, appellierte die Polizei eindringlich an potenzielle Besucher, den Erbeskopf nicht anzufahren.

Schon früh Behinderungen durch Falschparker

Schon am Samstag seien alle Parkplätze belegt gewesen, teilte die Polizei mit. Deshalb sei es fraglich, ob bei so vielen Menschen die nötigen Abstände und andere Corona-Regeln eingehalten werden könnten. Schon vor der Sperrung der Zufahrten kam es zu Verkehrsbehinderungen durch Falschparker. Die Polizei bat die Bevölkerung bereits am frühen Samstagnachmittag, von einer Anreise zum Erbeskopf abzusehen.

Die höchste Erhebung des Landes ist über die Feiertage zu einer Winterlandschaft geworden. Familien nutzten am Feiertag die Gelegenheit zum Schlittenfahren und Wandern. Bei Sonne und Minusgraden wagte sich sogar ein Mutiger mit einem Para-Ski den Abhang hinunter.

Vor zehn Jahren gab es in Rheinland-Pfalz zuletzt weiße Weihnachten - und pünktlich zu Heiligabend zog ein Schneefallgebiet über Teile des Landes. Während der Niederschlag in tieferen Lagen eher als Regen ankam, blieb die weiße Pracht oberhalb von 500 Metern liegen.

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