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Es lauern so einige Fallstricke im täglichen Konsum. Deshalb wird am Weltverbrauchertag auf Möglichkeiten hingewiesen, sich gegen unseriöses Geschäftsgebaren zu wehren.

Ein am Telefon abgeschlossener Mobilfunkvertrag mit extrem langer Laufzeit oder die Insolvenz eines Reiseveranstalters: Das sind nur zwei Themen, bei denen sich Menschen an die Verbraucherzentrale wenden können. Insgesamt 34 Themenfelder in acht Rubriken werden von der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz dauerhaft angeboten.

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet Online-Seminare an

In diesem Jahr findet in Deutschland der Tag unter dem Motto "Die Macht der Daten" statt. Dafür hat die Verbraucherzentrale zusammen mit dem Landeskriminalamt und den rheinland-pfälzischen Digital-Botschaftern eine Online-Seminarreihe organisiert.

An drei Terminen in der Woche ab dem 16. März sprechen Experten zu den Themen "Fake-Shops erkennen", "Achtung Abzocke! Falscher Polizeibeamter, Enkeltrick und untergeschobene Verträge" und "Abofalle Drittanbieter". Die Zuschauer daheim können das Programm durch Fragen und Signale in Form von Emoticons mitgestalten. Weitere Informationen erhalten die Teilnehmer durch Bilder und Videos, die bei den Online-Seminaren eingeblendet werden.

Verbraucherrechtegesetz soll vor langen Verträgen schützen

Max Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, sagt, dass der gesetzliche Rahmen es aktuell unseriösen Händlern zu leicht mache, Verbraucher zu täuschen. Beispielsweise würden Mobilfunkverträge mit extrem langen Laufzeiten verkauft oder sei die Vertragsverlängerung bei verpassten Kündigungsterminen zu lang.

Die Verbraucherzentralen fordern in diesen Fällen Nachbesserungen. Einige der Forderungen seien im Entwurf für das Verbraucherrechtegesetz aufgegriffen worden. Unter anderem sollen die Laufzeiten bei Erstverträgen nur noch sechs bis zwölf Monate betragen und die Transparenz bei Forderungen von Inkassounternehmen erhöht werden, sagt Heitkämper.

Um sich vor diesen Fallen zu schützen, empfiehlt er, dass sich die Menschen ein solides Grundwissen aneignen. Sie sollen die Anzeichen, beispielsweise bei einem unseriösen Onlineshop, erkennen können und wissen, worauf bei Vertragsabschlüssen zu achten ist.

Corona-Themen momentan hoch im Kurs

Doch nicht nur mit digitalen Themen beschäftigt sich die Verbraucherzentrale. "Reisethemen im Zusammenhang mit Corona sind momentan sehr gefragt", weiß Heitkämper. Dabei gehe es vor allem um die Rückerstattung bei stornierten Reisen. Momentan seien die Reiseanbieter noch sehr kulant, vor allem bei den Risikoregionen.

Reiseexperte Heitkaemper (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Maximilian Heitkämper, Leiter für Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz Picture Alliance

"Je länger solch ein Zustand andauert, desto weniger kulant werden die Anbieter", sagt Heitkämper. Dann ginge es auch um das wirtschaftliche Überleben der Reiseanbieter. Das habe man in Bezug auf Insolvenzen großer Anbieter in den vergangenen Jahren gesehen.

Weitere Informationen und alle Termine für die Online-Seminare finden Sie unter verbraucherzentrale-rlp.de.

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