Es soll in Rheinland-Pfalz mehr Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen und private Feiern geben. Ministerpräsidentin Dreyer erklärt, welche Öffnungsschritte jetzt kommen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka)

Corona-Regeln weiter gelockert

Rheinland-Pfalz: Ab Freitag wieder Großveranstaltungen möglich

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In Rheinland-Pfalz sind ab Freitag unter anderem wieder Großveranstaltungen mit bis zu 5.000 Besuchern erlaubt. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die neuen Lockerungen vorgestellt.

In Rheinland-Pfalz sind ab diesem Freitag unter anderem wieder Großveranstaltungen möglich. Auch Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen - generell sind wieder mehr Kontakte erlaubt. Dreyer sagte, wegen der sinkenden Inzidenzen und der steigenden Impfquote seien weitere Öffnungsschritte möglich.

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Nach dem Beschluss der Landesregierung sind bei Großveranstaltungen im Freien - wie Weinfeste in Parks - bis zu 5.000 Besucher zugelassen. Bei Großveranstaltungen etwa in Stadien mit festen Sitzplätzen darf jeder zweite Platz belegt werden. Auch hier liegt die Obergenze bei 5.000 Zuschauern. Voraussetzung ist jeweils, dass die Inzidenz in der jeweiligen Kommune unter 35 liegt.

Ministerpräsidentin Dreyer sagte: "Das ist besonders wichtig für die Veranstaltungsbranche, die jetzt mit Vorlauf die kommenden Wochen planen kann". Bei kleineren Veranstaltungen dürfen innen generell wieder bis zu bis 350 Personen teilnehmen, im Freien bis zu 500.

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Private Feiern mit mehr Menschen möglich

Im Privaten können sich ab Freitag wieder 25 Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen. Es darf auch wieder größer gefeiert werden - mit bis zu 100 Gästen. Für den Innenbereich gilt laut Dreyer die 3-G-Regel: Zutritt haben Geimpfte, Genesene oder Getestete. Für Kinder bis 14 Jahre entfällt die Testpflicht generell.

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Clubs und Diskotheken dürfen öffnen

Nach vielen Monaten der Zwangsschließung wegen der Corona-Pandemie dürfen unter bestimmten Bedingungen auch wieder Clubs und Discotheken öffnen. Bis zu 350 Besucher und Besucherinnen können dort wieder feiern. Voraussetzung seien etwa "gute Lüftungsanlagen", sagte Dreyer. Zutritt gibt es demnach auch hier nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.

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Lockerungen bei Maskenpflicht in Gastro und Handel

Erleichterungen gibt es auch für Mitarbeiter in Restaurants und Geschäften. Sie müssen künftig keine Masken mehr bei der Arbeit tragen, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Auch für Gäste ist beim Restaurant- oder Kneipenbesuch im Innenbereich kein Test und keine Reservierung mehr nötig. Für Zoos, Museen, Galerien und ähnliche Einrichtungen muss auch nicht mehr vorgebucht werden.

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Auch bei Friseuren, Kosmetikstudios und anderen körpernahen Dienstleistungen entfällt für die Beschäftigten mit tagesaktuellem Test die Maskenpflicht.

Hoch: "Wir sind beim Impfen besser vorangekommen als erwartet"

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) zeigte sich bei der Pressekonferenz mit der Ministerpräsidentin und Corona-Experten sehr zufrieden mit den Fortschritten bei den Schutzimpfungen. "Wir sind beim Impfen besser vorangekommenn als erwartet", sagte Hoch. Mehr als 2,1 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer seien bereits einmal und rund 1,4 Millionen komplett gegen das Coronavirus geimpft.

Weniger Menschen bemühen sich um Impftermin

Anfang Juni haben laut Hoch noch 400.000 Menschen verschiedener Prioritätsgruppen auf der Warteliste für einen Termin in den Impfzentren gestanden, derzeit sind es nur noch etwa 35.000. "Das sind gute Zahlen. Klar ist aber auch: Sie werden für einen dauerhaften Erfolg noch nicht reichen", sagte Hoch. Die Zahl derer, die sich um einen Impftermin bemühen, stagniere. Der Minister appellierte an die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, sich impfen zu lassen.

Auch Mediziner und Pharmazeuten erneuerten ihren Appell an die Menschen, sich impfen zu lassen - unter anderem der Saarbrücker Professor Thorsten Lehr.

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